Ein Erinnerungsband für August Einstein, Anna Schwarz und Lotte Eckart

Am: 03.06.2019

Um: 18:00 Uhr

Ort: Gesundbrunnenstraße 3

Einweihung des Erinnerungsbandes vor der Gesundbrunnenstraße 3
am Montag, den 3. Juni 2019, um 18 Uhr

Das Erinnerungsband lädt zum Gedenken an drei Personen ein, die in der Gesundbrunnenstraße 3 gelebt haben und Opfer des nationalsozialistischen Vernichtungswahns wurden: August Einstein, Anna Schwarz und Lotte Eckart. Auch auf das tragische Schicksal von Lotte Eckarts Tochter Gabriele Schwarz wird auf dem Erinnerungsband hingewiesen.

Programm:

  1. Begrüßung durch Autor und Regisseur Leo Hiemer, Kaufbeuren.

Leo Hiemer hat sich intensiv mit dem Schicksal von Gabriele Schwarz und der mit ihr verbundenen Menschen beschäftigt. Im Anschluss an die Einweihung des Erinnerungsbandes wird er im Von-Stetten sein soeben erschienenes Buch

Gabi (1937-1943) Geboren im Allgäu. Ermordet in Auschwitz

vorstellen und daraus lesen.

  1. Enthüllung des Erinnerungsbandes
  1. Jeweils zwei Mädchen aus dem Von-Stetten, das einst Lotte Eckart besuchte, und der Agnes-Bernauer-Realschule tragen Kurzbiographien der vier Menschen, derer auf dem Erinnerungsband gedacht wird, vor.
    1. Leo Hiemer berichtet von dem Schicksal weiterer jüdischer Mitbürger, die ebenfalls in der Gesundbrunnenstraße 3 lebten.
  1. Drei Geistliche, ein Rabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde Augsburg, ein evangelischer Pfarrer und ein katholischer Priester, beten für die Opfer und segnen das Erinnerungsband.

Aufgrund ihrer Abstammung galten den Nationalsozialisten alle vier Menschen, denen auf dem Erinnerungsband gedacht wird, als Juden. August Einstein war jedoch Protestant, Lotte Eckart und ihre kleine Tochter Gabi waren Katholiken, einzig Anna Schwarz war Zeit ihres Lebens Mitglied der Israelitischen Kultusgemeinde.

  1. Verabschiedung