Josef Heim

Geboren: 30.07.1908, Batzenhofen

Gestorben: 26.08.1940, Grafeneck

Wohnorte

Batzenhofen, Schmutterstraße 6

Orte der Verfolgung

Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren

Mordanstalt Grafeneck

 

Weitere Informationen

Josef Heim, geb. am 30. Juli 1908,
Opfer der Aktion T4 im Nationalsozialismus
1,
ermordet und vergast am 26.8.1940 in der Tötungsanstalt Grafeneck.

Josef Heim ist am 30. Juli 1908 in Batzenhofen geboren.2 Er ist der Sohn des Söldners Josef Heim3 und der Meitinger Dienstmagd Maria Heim geb. Mayer4, die am 15. Februar 1904 geheiratet haben.

Josef hat eine ältere Schwester Lena, die am 1. Januar 1905 geboren ist5, und eine Schwester Maria, die am 11. April 1911 auf die Welt kommt und nach zwei Tagen verstirbt. Die Mutter verstirbt an den Folgen der Geburt 14 Tage später.6

Sein Vater Joseph heiratet daraufhin am 3. September die aus Horgauergreuth stammende Dienstmagd Maria Steinbacher.7 Aus dieser Ehe gehen weitere Kinder hervor. Pius Heim, sein um vier Jahre jüngerer Stiefbruder8, ist am 11. Juli 1912, seine Stiefschwester Maria am 14. Januar 1915 geboren.9 Seine zwei Schwestern verheiraten sich später nach Gablingen und Göggingen.10

Die Familie wohnt im Haus Nr. 3711, der heutigen Schmutterstraße 6.

Über die Schul- und Berufsausbildung von Josef ist uns nichts bekannt. Am 13. Juni 1935 wird Josef im Alter von 27 Jahren in die Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren eingewiesen. Als sein Beruf wird in Kaufbeuren „Dienstknecht“ eingetragen. Zu dieser Zeit hat er keinen festen Wohnsitz mehr, die Eltern sind verstorben, die Geschwister wohnen nicht mehr in Batzenhofen.

Josef Heim kommt direkt aus dem Zuchthaus/Arbeitshaus Straubing.

Über die Gründe können wir nur Vermutungen anstellen. Gegen Kleinkriminelle, Obdachlose, Wanderarbeiter, Alkoholiker und Bettler gehen die Nationalsozialisten von Anfang an erbarmungslos vor. Sie gelten als sog. „Asoziale“ und „Gewohnheitsverbrecher“, gegen welche die Nazis ab 24. November 1933 „Maßnahmen der Sicherung und Besserung“ ins deutsche Strafrecht einführen.12 Die Novelle wird unter §42e in das RStGB eingefügt.13 Neben der dort verankerten „Sicherheitsverwahrung“ sind jetzt die Zwangsunterbringung in Heil- und Pflegeanstalten, Trinkerheilanstalten, Entziehungsanstalten und Arbeitshäusern, die Untersagung der Berufsausbildung, die Reichsverweisung und die „Entmannung“ „gefährlicher Sittlichkeitsverbrecher“ möglich.14

Fortan können die Gerichte Angeklagte, die sie nach § 351 RStGB wegen Bettelei, Landstreicherei, Verwahrlosung, „Arbeitsscheu“, Obdachlosigkeit oder Prostitution verurteilt haben, im Anschluss an die Strafhaft direkt in ein Arbeitshaus einweisen, um die Betroffenen „zur Arbeit anzuhalten und an ein gesetzmäßiges und geordnetes Leben zu gewöhnen.15

Nach verbüßter „Straftat“ wird Josef Heim demgemäß zur „Sicherungsverwahrung“ in eine Heil- und Pflegeanstalt eingewiesen, ohne dass uns ersichtlich ist, welches delinquente oder deviante Verhalten er sich in den Augen der Nazis schuldig gemacht hat.

Ebenso wenig ist klar, ob überhaupt eine psychotische Erkrankung Josefs vorgelegen hat.

In Kaufbeuren wird Josef Heim ein Opfer der Aktion T4. Zum Programm der Aktion T4 gehörte es von Anfang an, auch die sicherungsverwahrten Patienten zu ermorden, also Menschen, die als Straftäter verurteilt, aber wegen voller oder teilweiser Unzurechnungsfähigkeit in die Psychiatrie eingewiesen worden waren.16 Ganz auffällig sind die Verlegungen von Straubing nach Kaufbeuren am 20.11.1940. 14 Personen aus dem Zuchthaus Straubing werden an diesem Tag nach Kaufbeuren verlegt, die dann allesamt, gemeinsam mit  25 Patienten aus Ursberg (sie kamen am 19.11.1940 nach Kaufbeuren) am 4.6.1941 zur Vergasung mit den Grauen Bussen nach Hartheim verbracht werden.17

Der Form der „Selektion lebensunwürdigen Lebens“ gehen umfangreiche Planungen voraus.  Am 9.10.1939 werden vom Leiter der Abteilung IV des Reichsministerium des Inneren, Leonardo Conti, die in Frage kommenden Heil- und Pflegeanstalten zur Benennung bestimmter Patienten mittels Meldebögen aufgefordert.18 In einem beigefügten Merkblatt sind folgende Kriterien angegeben:

  • Schizophrenie, Epilepsie, Encephalitis, Schwachsinn, Paralyse, Chorea Huntington, Menschen mit seniler Demenz oder anderen neurologischen Endzuständen, wenn sie nicht oder nur noch mit mechanischen Arbeiten beschäftigt werden können.
  • Menschen, die schon länger als fünf Jahre in der Anstalt sind.
  • Kriminelle „Geisteskranke“.
  • Menschen, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen oder nicht artverwandten Blutes sind.19

Diese Meldebögen werden über den zuständigen Referenten Herbert Linden im RMdI an die T4 Zentrale weitergeleitet. Drei „Gutachter“ entscheiden aufgrund der Meldebögen, also nicht aufgrund eigener Untersuchungen über Tod oder Weiterleben der Patienten.20

Wir können, ja müssen  annehmen, dass Josef Heim in die „Kategorie“ der „kriminellen Geisteskranken“ fiel. Am 26. August 1940 jedenfalls wird Josef Heim mit 74 weiteren Personen aus Kaufbeuren zur Ermordung in die Tötungsanstalt Grafeneck überführt.21 Mit ihm gemeinsam wird ein zweiter Josef Heim ermordet. Er ist am 6.12.1887 in Oberdeutsch geboren und dort wohnhaft. Wir wissen nicht, wie lange er in Kaufbeuren untergebracht war. Er hat die Patientennummer 5009. Seine Akte ist im Bundesarchiv in Berlin einsehbar.22

Unter ihnen befanden sich folgende Männer aus Augsburg und Umgebung:

Birkmeyer, Friedrich Peter, geb. 4.3.1879 (letzter Wohnort Augsburg); Bissinger, Max, geb. 17.4.1886 geb. in Affing, letzter Wohnort Augsburg; Bressgott, Georg, geb. 3.9.1879; Bröckel, Georg, geb. 27.11.1890 in Kaisheim, letzter Wohnort Augsburg; Einberger, Franz, geb. 7.8.1903; Fleischmann, Ludwig, 20.6.1884; Geh, David, geb. 19.07.1892; Gruber, Leonhard, geb. 18.1.1902; Hank, Paul, geb. in Königsbrunn, 2.3.1908; Heiland, Josef, geb. 3.3.1894 in Röthenbachaus; Heumoos, Friedrich, geb. 20.3.1903 in Kempten; Hirsch, Otto, geb. 20.12.1880 in A, wh. In Garmisch, israel.; Hummel, Wilhelm, geb. 10.7.1907 Blumenau; Kautzer, Adolf, geb. 17.6.1895; Keis, Johann, geb. 13.12.1901 in A, wh. Lindau; Klopfer, Otto, geb. 30.12.1892 in Kulmbach; Munk, Rudolf, geb. 29.8.1892 in A; Nett, Josef, geb. 11.3.1899 in Engetried; Nickel, Wilhelm, geb. 28.4.1872 in Kitzingen; Oberndorfer, Wilhelm, geb. 28.9.1881; Peter, Otto, geb. 14.11.1889; Renner, Heinrich, geb. 19.7.1880; Rosenberger, Johann, geb. 17.2.1875; Rosenstiel, Eduard, geb. 7.5.1895 in Mindelheim, israel.; Rothschild, Adolf, geb. 7.6.1873, israel. ; Rottner, Nikolaus, geb. 9.10.1895; Schneider, Wilhelm, geb. 2.2.1899; Seefried, Wendelin, geb. 21.11.1895 in Wemding; Seidl, Mas, geb. 22.3.1895 in Riedenburg; Seifert, Georg, geb. 5.11.1909 in Bruck; Wiedemann, Andreas, geb. 12.11.1901 in Gaisbach.

Im Stadtarchiv Gersthofen ist als Sterbedatum von Josef Heim der 5. September 1940 angegeben.23 Selbst dieses Datum ist fingiert. In sämtlichen Tötungsanstalten befanden sich Standesämter, welche nur dem Zwecke dienten, die Todesursache und das Sterbedatum zu fingieren, um angesichts der Massenmorde die Todesumstände zu verschleiern.24

Zumeist wird an die Angehörigen zusammen mit der Todesurkunde ein Beileidsschreiben verschickt, dessen Einheitswortlaut besagt, dass der Tod für den Betreffenden eine Erlösung dargestellt habe.25 Im Fall von Sebastian Zacher aus Gersthofen ist uns ein solches Schreiben erhalten.26 Um die Massenmorde geheim zu halten, findet sogar häufig ein Aktenaustausch zwischen den Tötungsanstalten statt. Todesurkunden und Beileidsschreiben von in Grafeneck Ermordeten werden demgemäß aus Brandenburg, Sonnenstein/Pirna oder Hartheim bei Linz verschickt.

Die Täter von Grafeneck finden sich in den Vernichtungszentren des Holocaust wieder. Dr. Horst Schuhmann (1906-1983), der erste Leiter und ärztliche Direktor von Grafeneck, ist ab Herbst 1942 Lagerarzt in Auschwitz und selektiert an der Rampe von Birkenau Menschen für grausame, oftmals tödliche Röntgensterilisationsversuche.27 Dr. Christian Wirth (1885-1944), bis 1939 Kriminalkommissar in Stuttgart, steigt zum Inspekteur aller sechs Vernichtungsanstalten der Aktion T4, zum Polizeimajor und SS-Sturmbannführer auf.28 Dann wirkt er an der „Endlösung“ der Judenfrage, der Ermordung der europäischen Juden mit. Im Rahmen der „Aktion Reinhard“ leitet Wirth den Aufbau des Vernichtungslagers Belzec, wird später dessen erster Kommandant und ab 1. August 1942 zum Inspekteur der Vernichtungslager Belzec, Treblinka und Sobibor ernannt. Nach heutigem Wissensstand sind dort 1,75 Millionen Menschen ermordet worden.29

Josef Heim wird am 26. August 1940 von den Nazischergen auf grausame Weise in der Tötungsanstalt Grafeneck mit Gas ermordet.30

Bei der Aktion T4 werden insgesamt 70.273 Menschen ermordet. Die sechs mit Gaskammern und Krematorien ausgestatteten Mordzentren waren:31

 

Ort Zeitraum des Mordens Zahl der Ermordeten
Grafeneck bei Reutlingen Jan.-Dez. 1940   9 839
Brandenburg an der Havel Feb.-Sept. 1940   9 772
Hartheim bei Linz Mai 1940 – Aug. 1941 18 269
Sonnenstein bei Pirna Juni 1940 – Aug. 1941 13 720
Bernburg an der Saale Okt. 1940 – Aug. 1941   8 601
Hadamar, Nordhessen Jan. – Aug. 1941 10 072
Insgesamt 70 273 Menschen

 

Biografie erstellt von Dr. Bernhard Lehmann, StD i.R;
86368 Gersthofen, Haydnstr. 53 bernhard.lehmann@gmx.de

 

  1. Die „Aktion T4“ ist eine nach 1945 gebräuchlich gewordene Bezeichnung für die systematische Ermordung von Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen in Deutschland unter der Leitung der Zentraldienststelle Berlin, Tiergartenstraße 4. Siehe Text unten.
  2. Stadtarchiv Gersthofen, Geburtenbuch Batzenhofen, Nr. 8/1908. Im Geburtsdatum abweichend Hist. Archiv BKH Kaufbeuren, Heim Josef, Nr. 10118. Dort ist das Geburtsdatum von Josef Heim der 29. Juli 1908 angegeben.
  3. Josef Heim, geb. am 24.1.1879 in Batzenhofen. Seine erste Ehe mit Maria Maier, geb. am 27.4.1881 in Meitingen wurde am 15.2.1904 geschlossen. Maria Mayer verstarb am 23.4.1911 (Heiratsbuch Batzenhofen 3/1904; Geburtenbuch Batzenhofen 8/1908). Maria Mayer stammte wie Joseph Heim aus Batzenhofen. Josef Heim fiel im I. Weltkrieg 1916.
  4. Stadtarchiv Gersthofen, Geburtenbuch Batzenhofen, Nr. 8/1908.
  5. Maria Magdalena (Lena) Heim, geb. am 1.1.1905 in Batzenhofen, verst. am 27.4.1985 in Augsburg. Sie war 3 Mal verheiratet.(Geburtenbuch Batzenhofen1/1905; Heratsbuch Göggingen 134/135; Heiratsbuch Augsburg 2153/1962. Sie verstirbt verarmt in der Fuggerei als Lena Mannes. Ihre Schwester ist Anna Buck, geb. Heim sie verheiratete sich in Gablingen. Auskunft Gertrud Weinmann und Eva Maria Köttel am 24.8.19.
  6. Geburtenbuch Batzenhofen 5/1911; Maria Heim geb. Maier verstirbt am 23.4.1911 in Batzenhofen.
  7. Heiratsbuch Batzenhofen 2/11. Maria Steinbacher wurde am 11.4.1885 in Horgauergreuth geboren. Sie verstirbt nach nochmaliger Ehe als Maria Scheerer am 20.7.1965 in Batzenhofen.
  8. Stadtarchiv Gersthofen, Geburtenbuch Batzenhofen. Pius Heim, geb. 11.7.1912 in Batzenhofen, verst. 16.10.1980, zuletzt wohnhaft in Batzenhofen, Martinstr. 1 ist sein Stiefbruder
  9. Geburtenbuch Batzenhofen 1/1915. Sie verstirbt am 2.8.2000 in Bobingen als Maria verh. Breinfalk. Sterbebuch Bobingen.
  10. Hist. Archiv BKH Kaufbeuren, Heim Josef, Nr. 10118 Karteikarte. Dort werden als Schwestern Steffi Buck  in Gablingen und Lena Hauer/Bauer in Göggingen genannt.
  11. Ebenda.
  12. Im Überblick siehe Lothar Gruchmann, Justiz im Dritten Reich 1933-1940; Anpassung und Unterwerfung in der Ära Gürtner; München 1988, S. 838-844; C. Müller, Das Gewohnheitsverbrechergesetz vom 24. November 1933, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, Jg. 47; 1999, S. 965-979.
  13. Gewohnheitsverbrechergesetz, RGBl 1933/I, S. 996.
  14. Gewohnheitsverbrechergesetz, RGBl 1933/I, §42e ebenda.
  15. §42e Gewohnheitsverbrechergesetz, RGBl 1933/I, S. 996f.
  16. Vgl. hierzu Götz Aly, Die Belasteten. „Euthanasie“ 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte; Frankfurt 2014, S. 213ff.
  17. Vgl. Historisches Archiv BKH Kaufbeuren, Standlisten Zu- und Abgänge Männer 1941.
  18. Thomas Stöckle, Grafeneck 1940. Die Euthanasie-Verbrechen in Südwestdeutschland; 3. Auflage Tübingen, 2012, S. 34-39; Götz Aly, Die Belasteten, a.a.O., S. 54f; https://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_T4.
  19. Meldebogen in Faksimile: https://www.lpb-bw.de/publikationen/euthana/euthana34.htm.
  20. Zur Aktion T4 Götz Aly (Hrsg.): Aktion T4: 1939-1945. Die „Euthanasie“-Zentrale in der Tiergartenstraße 4. Zweite Auflage, Berlin 1989; Michael Burleigh (Hrsg.): Tod und Erlösung. Euthanasie in Deutschland 1900-1945, Zürich 2002; Ernst Klee (Hrsg.) Dokumente zur „Euthanasie“. Frankfurt/Main 1985. Siehe auch: https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/aktion-t4-systematischer-mord-der-nazis-an-behinderten-menschen/.
  21. Opfer der T4 Aktion, zu denen im Bundesarchiv Berlin Akten des Bestandes R 179 vorliegen, können auf der Website des BA eingesehen werden: https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Downloads/Aus-unserer-Arbeit/liste-patientenakten-euthanasie.pdf?__blob=publicationFile.
    Josef Heim ist auf der obigen Liste des BArch nicht zu finden. Aber in den Standbüchern der Zu-und Abgänge, Männer 1940 ist er unter den 75 Personen, die am 26.8.1940 von Kaufbeuren in die Tötungsanstalt Grafeneck zur Ermordung überführt wurden: Hist. Archiv BKH Kaufbeuren, Standbücher der Zu- und Abgänge, Männer 1940.
  22. Hist. Archiv des BKH Kaufbeuren, Standbücher Zu- und Abgänge 1940, Männer.
  23. Stadtarchiv Gersthofen, Geburtenbuch Batzenhofen, Nr. 8/1908. Dort ist als sein Sterbedatum der 5.9.1940 eingetragen. Zu den fingierten Sterbeursachen und Sterbedaten in den Tötungsanstalten vgl. Thomas Stöckle, Grafeneck 1940. Die Euthanasie-Verbrechen in Südwestdeutschland; 3. Auflage, Tübingen 2012, S.125f.
  24. Götz Aly, Die Belasteten. „Euthanasie“ 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte; Frankfurt 2014, S. 54; Thomas Stöckle, Grafeneck 1940. Die Euthanasie-Verbrechen in Südwestdeutschland, Tübingen, 3. Auflage 2012, S. 57ff.
  25. Ebenda.
  26. Die Biografie von Sebastian Zacher ist ebenfalls im Online-Gedenkbuch der Augsburger Erinnerungswerkstatt eingestellt. Dort findet sich das Schreiben an die Angehörigen.
  27. Thomas Stöckle, a.a.O, S. 174.
  28. Thomas Stöckle, a.a.O., S. 120.
  29. Ebenda, S. 174f.
  30. Hist. Archiv BKH Kaufbeuren, Standbücher, Zu- und Abgangslisten 1940, Männer.
  31. Zahlen nach: Götz Aly, Die Belasteten. „Euthanasie“ 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte, Frankfurt 2014, S. 48.

Stadtarchiv Gersthofen (StadtAGerst)
− Geburtenbuch Batzenhofen Nr. 8/1908

Historisches Archiv des Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren (Hist. Arch BKh Kaufbeuren)
−Standbücher Zu- und Abgänge Männer, 1940

− Heim Josef, Nr. 10118 Karteikarte

https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/aktion-t4-systematischer-mord-der-nazis-an-behinderten-mensch

 

Götz Aly, Die Belasteten. „Euthanasie“ 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte, Frankfurt 2014.

Michael Burleigh (Hg.), Tod und Erlösung. Euthanasie in Deutschland 1900-1945, Zürich 2002.

Michael von Cranach/Petra Schweizer-Martinschek, Die NS-„Euthanasie“ in der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren-Irsee, in: Stefan Dieter (Hg.), Kaufbeuren unterm Hakenkreuz, Kaufbeurer Schriftenreihe Band 14, Thalhofen 2015, S. 270-287.

Ernst Klee (Hg.), Dokumente zur „Euthanasie“, Frankfurt/Main 1985.

Ernst Klee, „Euthanasie“ im Dritten Reich. Die Vernichtung „unwerten Lebens“, Frankfurt, 3. Auflage 2018.

Ulrich Pötzl, Sozialpsychologie, Erbbiologie und Lebensvernichtung. Valentin Faltlhauser, Direktor der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren-Irsee in der Zeit des Nationalsozialismus, München 1995.

Thomas Stöckle, Grafeneck. Die Euthanasieverbrechen in Südwestdeutschland, 3. Auflage, Tübingen, 2012.