Lina Zinner

Geboren: 21.03.1884, Aufhausen bei Bopfingen

Gestorben: Datum nicht bekannt, Auschwitz

Wohnorte

Niederstetten
Augsburg, Wertachstraße 19
Augsburg, Alexanderstraße 21/0
Augsburg, Am Pfannenstiel 17
Augsburg, Halderstraße 8
Augsburg, Geisbergstraße 17 (heute: Reichenberger Straße)

Orte der Verfolgung

Deportation
am 8. oder 9. Dezember 1943
von Augsburg
über München-Milbertshofen
nach Auschwitz

Weitere Informationen

Eltern und Kindheit

Lina Zinner wurde am 21. März 1884 geboren.1 Mit ihren drei Geschwistern wuchs sie in Aufhausen bei Bopfingen in Württemberg auf.2 Ihr Vater Baruch Adler hatte das Lehrerseminar in Esslingen 1875 besucht und nach dessen Abschluss von 1875 bis 1878 in Eschenau als Lehrer in der jüdischen Gemeinde gearbeitet. Daraufhin folgte von 1878 bis 1901 eine Anstellung in Aufhausen als Volksschullehrer. Anschließend war er von 1901 bis 1919 in Niederstetten beschäftigt, bevor der Umzug nach Augsburg erfolgte. Während seiner Zeit in Aufhausen lernte er Clara Rothschild kennen, die er heiratete. Clara Rothschild wurde am 25.12.1855 in Eschenau im Kreis Heilbronn geboren.3 Die beiden bekamen vier Kinder: Mathilde, Berta, Albert (geb.: 01. August 1890) und Lina (geb.: 21. März 1884).4

Aufgrund der Arbeit von Baruch Adler kann davon ausgegangen werden, dass die jüdische Religion eine wichtige Rolle im Leben der Familie spielte. In Aufhausen gab es eine jüdische Gemeinde und verschiedene jüdische Einrichtungen. Neben der Synagoge, einem rituellen Bad und einem Friedhof gab es auch eine jüdische Schule. An dieser war Linas Vater als Volksschullehrer angestellt. In „Der Israelit“ vom 25. Oktober 1894 ist verzeichnet, dass er eine Gebetszeit in seiner Schule einführte: „Aufhausen. ‚Kommt her, ihr Kinder, höret mir zu! Ich will euch Gottesfurcht lehren!’ Eingedenk dieser goldenen Worte des 34. Psalms (Vers 12) hat Lehrer B. Adler dahier in seiner Schule die erwähnenswerte Anordnung getroffen, dass an den Werktagen nach Schluss des Nachmittagsunterrichts in Anwesenheit des Lehrers und sämtlicher Kinder Tefilat Mincha laut gebetet wird. Möge diese, die Jugend zur Religiosität heranbildende Anordnung auch in anderen jüdischen Schulen Nachahmung finden!“5

Lina besuchte zu dieser Zeit wahrscheinlich als Schülerin die jüdische Schule in Aufhausen und wuchs daher sowohl in der Schule als auch zu Hause sehr religiös geprägt auf. Ihr Vater war nicht nur als Lehrer, sondern auch zur „Besorgung religiöser Aufgaben“ für die Gemeinde angestellt. Er war daher auch Vorbeter bzw. Vorsänger am Omed.

Darüber hinaus war er auch in der politischen Gemeinde Aufhausen engagiert, so z. B. als Dirigent des Kriegervereins.6 Im Kriegerverein kümmerte er sich mit anderen Mitgliedern um Kriegsdenkmäler für Gefallene des Ersten Weltkrieges und pflegte den Kontakt zu Kriegsversehrten. Zu den allgemeinen Zielen dieser Vereine zählten die Pflege der Kameradschaft und das Gedenken an gefallene Soldaten.7

Seine Beliebtheit bezeugen einige Artikel über seine Arbeit und sein Dienstjubiläum in der Zeitung „Der Israelit“. Dort ist ebenfalls eine Anzeige zu seinem Tod erschienen.8

1846 zählte die jüdische Gemeinde in Aufhausen 346 Mitglieder. Danach wanderten immer mehr Juden aus Aufhausen in die Städte ab. Im Jahr 1900 lebten noch 56 Mitglieder in der Gemeinde. Die Familie Adler lebte zu dieser Zeit noch dort. Lina war damals 16 Jahre alt. Zum Abschied wurde Baruch Adler in der Gemeinde gewürdigt. „Der Israelit“ schreibt: „Zum Andenken erhielt Herr Lehrer Adler von der israelitischen Gemeinde Aufhausen einen sehr schönen silbernen Chanukkaleuchter. Lehrer Adler dankte allen Rednern und Anwesenden, dankte ferner der israelitischen Gemeinde für das schöne Andenken und schloss seine Rede mit der Versicherung, dass er Aufhausen, welches ihm zur Heimat geworden, nie vergessen werde.“9

Nach der Zeit in Aufhausen zog die Familie im Jahre 1901 nach Niederstetten, wo Baruch Adler bis 1919 als Lehrer tätig war. In der Anfangszeit in Niederstetten lernten Lina und ihre Geschwister ihre zukünftigen Ehepartner und -partnerinnen kennen. Lina zog mit ihrem Mann nach Augsburg. Ihre Eltern Clara und Baruch folgten ihr 1922. Drei Jahre später starb ihr Vater. Er wurde auf dem jüdischen Friedhof an der Haunstetterstraße in Augsburg begraben.10 Möglicherweise zog Clara zu ihrer Tochter Lina.

Ehemann und Kinder

Lina Adler lernte vermutlich zwischen 1901 und 1908 Adolf Abraham Zinner kennen. Sie heirateten am 15. November 1910. Adolf Abraham Zinner war Kaufmann und wurde am 23. Juni 1884 in Wodovice in Polen geboren.11 Seine Eltern waren Leopold und Regine/Rebekka Zinner. Adolf Abraham kam wahrscheinlich zusammen mit seiner Schwester Auguste Zinner (geb.: 29. Mai 1881) nach Augsburg.12 Am 16. Mai 1921 bekam er seine Einbürgerungsurkunde und wurde damit deutscher Staatsbürger.13

Viele osteuropäische Juden wanderten seit der Jahrhundertwende nach Deutschland aus. Vor allem während und nach dem Ersten Weltkrieg nahm die Zahl deutlich zu. Fast 10.000 von ihnen lebten zu dieser Zeit in Deutschland. Darunter waren viele, die durch den Krieg Arbeit in Deutschland gefunden hatten, aber auch viele Zwangsarbeiter und Armutsflüchtlinge. Da die osteuropäischen Juden sehr religiös und konservativer waren als die deutschen Juden, kam es zwischen den beiden Gruppen zu vielen Spannungen. Dass Lina Adler Adolf Zinner, einen osteuropäischen Juden, heiratete, lag wohl an ihrer eigenen starken Religiosität, welche ihr der Vater mitgegeben hatte.14

Lina und Adolf bekamen zwei Kinder. Am 30. September 1911, Lina war 27 Jahre alt, wurde Berta geboren. Fast zwei Jahre später kam am 27. März 1913 ihr Sohn Leopold auf die Welt.15 Er wurde wahrscheinlich nach seinem Großvater Leopold Zinner benannt.

Geschwister

Auch Linas Geschwister heirateten und bekamen Kinder. Mathilde ehelichte Alfred Abraham und zwei Töchter namens Margot und Hilde wurden geboren16 Albert heiratete Theodora Markowicz (geb.: 18. September 1899) und lebte in München. Sie bekamen drei Kinder: Milton Michael Tony (geb.: 13. April 1920), Stefan (geb.: 15. März 1924) und Marion (geb.: 26. Januar 1927). Berta Adler vermählte sich ebenfalls und nahm den Namen Einhorn an.17

Leben und arbeiten in Augsburg

Die Tochter Berta besuchte in den Jahren 1922 bis 1926 die Maria-Theresia-Schule in Augsburg. 1924 nahmen Lina Zinner und ihr Mann Adolf Abraham Zinner bei Gläubigern einen Kredit auf, um ein Weiß- und Wollwarengeschäft zu eröffnen. Das erste eröffneten sie in der Wertachstraße 22a.18 Sie meldeten einen Groß- und Kleinhandel mit Manufaktur an. Knapp 10 Jahre später wurde Mitte 1933 das Gewerbe abgemeldet. Sie zogen in die Alexanderstraße 21 in Augsburg um.19 Diese 10 Jahre schienen nicht ohne Komplikationen verlaufen zu sein. Am 18. September 1930 bekamen sie einen Brief der Stadtgemeinde Augsburg, in dem ihnen mitgeteilt wurde, dass mit Gerichtsbeschluss vom 16. September 1930 das Anwesen zur Zwangsversteigerung unterstellt wurde.20 Es ging um das Anwesen in der Wertachstraße, bestehend aus dem „Grundstück der Steuergemeinde Augsburgs: Pl.Nr. 4596 Wohnhaus mit Anbauten und zwei Hofräumen zu 0,025 ha.“21 Lina und ihr Mann konnten die Schulden bzw. Verbindlichkeiten wahrscheinlich über einen längeren Zeitraum nicht mehr zahlen, sodass ihr Anwesen durch die Stadt Augsburg zwangsversteigert werden musste. Es ging an die Handelsgesellschaften Lamfromm & Biedermann sowie an Friedmann & Dannenbaum in Liquidation. Das Haus wurde für 44.100 RM versteigert. Der eigentliche Wert des Gebäudes lag allerdings bei 74.318 RM.22

Lina und Adolf Abraham versuchten auch nach der Versteigerung ihr Geschäft, nun in der Wertachstraße 9, weiter zu betreiben. Dieses wurde wiederum am 31. Mai 1935 abgemeldet. Gleichzeitig erfolgte die Anmeldung eines Gewerbes im Pfannenstiel 17.

Zu dieser Zeit schien sich die Situation des Kaufmannsehepaars wieder etwas gebessert zu haben. So war im Jahr 1935 Notburga Streicher bei ihnen als Haushaltshilfe beschäftigt. 1936 mussten sie ihren Betrieb allerdings einstellen. Bis dahin, so geht es aus den Steuerakten hervor, konnte der Betrieb noch Einnahmen verzeichnen. Im selben Jahr meldeten sie ein neues Gewerbe für den Handel mit Kurz- und Kleinwaren sowie für eine Manufaktur für Weiß- und Wollwaren und belegte Brötchen an. Damit gingen sie auf Messen und Märkte.23 Seit 1937 schrieben sie rote Zahlen. Durch die Untervermietung einiger Zimmer konnten sie noch Einnahmen erzielen. Das brachte ihnen im Jahr 1935/1936 780 RM ein, im Jahr 1937/1938 erhielten sie dadurch noch knapp 200 RM. Sie betrieben ihre Weiß- und Wollwarenmanufaktur und den Handel bis Ende 1938. Bereits seit April, spätestens aber nach dem Novemberpogrom 1938, wurden jegliche Geschäfte und Firmen jüdischer Besitzer enteignet, zwangsverkauft oder liquidiert. Am 16. Dezember 1938 wurde ihr Gewerbe im Pfannenstiel mit fernmündlicher Mitteilung abgemeldet.

Deportation des Ehemanns und Auswanderung der Kinder

Nach den Daten des Gedenkbuchs des Bundesarchivs wurde Adolf Abraham Zinner in der Pogromnacht verhaftet und vom 11.11.1938 bis zum 17.12.1938 in Dachau inhaftiert. Danach kam er wieder zurück nach Augsburg und das Ehepaar musste in die Halderstraße 8 in eine Wohnung auf dem Synagogenkomplex umziehen, welches wahrscheinlich zu diesem Zeitpunkt schon als sog. Judenhaus genutzt wurde. Um diese Zeit endete der Schriftverkehr von Adolf Abraham Zinner mit dem Finanzamt und der Stadt Augsburg. Die Steuererklärung für 1938 unterschrieb er noch am 26. Februar 1939, danach übernahm Lina Zinner den Schriftverkehr mit dem Amt.24

Er wurde vermutlich kurze Zeit später Jahr aus Augsburg deportiert. In der Einkommenssteuererklärung von Lina Zinner aus dem Jahr 1940 wurde vermutlich von einem Sachbearbeiter der Stadt Augsburg zwischen den Zeilen vermerkt: „Ihr Ehemann befindet sich in einem Konzentrationslager …“. In einem der Rundbriefe, die der letzte Augsburger Vorkriegsrabbiner Ernst Jacob aus den USA an ehemaligen Mitglieder der IKG-Augsburg schickte, zitierte er Hugo Veith: „Kriegsausbruch! 2 Glaubensbrüder kommen ins K.Z., weil scheinbar polnischer Abstammung, H. [Josef] Zebrak und H. [Adolf] Zinner; beide sind dort“.25 Der Sohn Leopold Zinner, der es 1939 geschafft hatte, nach England auszuwandern, gab später bei der Verhandlung über die Wiedergutmachungssache in London 1955 an, dass sein Vater von Augsburg über Buchenwald nach Auschwitz deportiert wurde. Am 9. März 1943 soll Lina Zinner einen Roten-Kreuz-Brief erhalten haben, in dem ihr mitgeteilt wurde, dass ihr Mann am 15.12.1942 verstorben sei.26

Leopold Zinner hatte sich nach seiner Emigration umbenannt; er anglisierte seinen Namen zu Louis Skinner. Er war Mitglied im Auxiliary Military Pioneer Corps (AMPC). Dies war ein Hilfscorps der britischen Armee, das aus deutschen Flüchtlingen gebildet wurde. Viele, die wie Leopold Zinner 1939 im Kitchener Camp interniert waren, melden sich freiwillig, um gegen die Nationalsozialisten zu kämpfen.27 Das AMPC wurde 1944 als unbewaffnete Einheit bei der Invasion in Frankreich eingesetzt. 1946 nahm Louis Skinner dann in Kensington in einer Gürtelfabrik wieder eine reguläre Arbeit auf. Er lernte Hedy Goldstein kennen, die ebenfalls aus Deutschland kam. 1948 bekamen sie ein Mädchen namens Anita. Später folgte die Auswanderung nach Australien, wo sie noch heute in Melbourne lebt.

Linas Tochter Berta emigrierte bereits 1936 nach Brasilien und zog von dort aus weiter nach Buenos Aires in Argentinien. Sie wagte den Schritt zusammen mit ihrem Ehemann Günther Leschnitzer, der 1912 in Königshütte/Oberschlesien geboren worden war. Er war Abteilungsleiter im Kaufhaus Schocken und wohnte vor der Auswanderung zusammen mit Berta bei deren Eltern im Pfannenstiel 17. Bis 1936 ist es gut möglich, dass die Einnahmen durch Vermietung von Lina und Adolf Abraham von ihrer Tochter Berta und ihrem Mann stammten.28

Weiterleben ohne Familie

Lina Zinner eröffnete am 1. Juni 1941 in der Halderstraße 8 einen jüdischen Speisewirtschafts-betrieb. Ihre Mutter Clara Adler war ebenfalls in der Halderstraße untergebracht. Diese wurde am 31. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo sie am 1. August 1942 ankam. Im Rundschreiben Nr.06 des Rabbiners Dr. Ernst Jacob vom September 1943 berichtete er vom Tod von Adolf Zinner und schrieb zusätzlich: „… seine blinde alte! Schwiegermutter [Klara Adler] wurde nach Theresienstadt verschickt.“ Laut Gedenkbuch des Bundesarchivs ist sie dort am 23. Oktober 1942 gestorben.29

Als Clara Adler nach Theresienstadt deportiert wurde, befanden sich dort etwa 45.000 Menschen. Einen Monat später waren es 60.000. Dadurch wurden die Lebensbedingungen für die Insassen immer schwieriger. Bereits im Juli reichten die normalen Baracken und Kasernen nicht mehr aus: „Die Menschen wurden in unterirdischen Kasematten, auf Höfen, Hauseingängen und auf Dachböden untergebracht.“30 Zwischen Juli und Dezember starben aufgrund der schlechten Lebensbedingungen, Krankheiten und zu wenig Essen ca. 15.000 Insassen – darunter auch Linas Mutter Clara31

Nach der Auswanderung ihrer Kinder und der Deportation ihres Mannes Adolf Abraham und ihrer Mutter Clara war Lina die einzige in Augsburg Verbliebene der Familie. Am 8. Februar 1943 schrieb sie eine Postkarte an das Finanzamt Augsburg mit der Mitteilung, dass sie in die Geisbergstraße 14 verzogen sei. Dort befand sich ein Sammellager. Viele Jüdinnen und Juden verbrachten dort zwangsweise ihre letzten Tage oder Wochen, bevor sie deportiert wurden. Die Abmeldung des Gewerbes und damit das Verschwinden von Lina Zinner erfolgte einen Monat später am 15. März 1943. Die Angabe zum Zeitpunkt des Steuerabgangs ist der 08. März 1943. Bei Unterschrift des Gewerbetreibenden steht „fernmündliche Mitteilung der Gestapo vom 15.03.43“.32 Lina Zinner steht auf einer der Listen deportierter Juden nach Auschwitz und gilt als verschollen.33

Familie und Nachfahren

Von Linas Geschwistern überlebte nur Berta Einhorn, die rechtzeitig in die USA auswanderte. Sie kümmerte sich später um das Erbe ihrer Mutter und stellte einen Antrag auf Wiedergutmachung bei der Behörde in München. Aus dem Entschädigungsantrag geht hervor, dass „Entschädigung infolge Freiheitsbeschränkung und Entziehung angemeldet worden sei“.34 Es wurden ihr für 43 Monate á 150,- DM insgesamt 6.450,- DM angerechnet.

Mathilde wurde laut ihrer Schwester Berta von den Nationalsozialisten ermordet. Deren Tochter Margot Abraham heiratete und nahm den Namen ihres Mannes an (Gunzenhauser). Diese wanderte in die USA aus. Auch ihre zweite Tochter Hilde Lindheim, geb. Abraham bekam einen Sohn namens Ralf, welcher zusammen mit seiner Tante Margot und Berta als die einzigen Erben von Clara Adler verblieben waren. Hilde Lindheim starb, ermordet vom nationalsozialistischen Regime am 17. Juni 1940 in Angers in Frankreich. Albert Adler, der einzige Bruder von Lina, zog nach seiner Tätigkeit als Banker in München und nach der Geburt seiner vier Kinder nach Italien.

Laut einem Schreiben vom 14. September 1966 des Comité International de la Croix-Rouge an den Anwalt von Berta Einhorn erscheinen Albert Adler, seine Frau Theodora sowie seine Kinder Stefan und Marion in einem Verzeichnis deportierter Juden verschiedener Nationalitäten aus Italien. Nur sein Sohn, Linas Neffe Michael Milton Tony Adler, schaffte es auszuwandern und lebte mit seiner Frau Zahava Fast und der Tochter Michaela (geb.: 1. Juli 1948) in Jerusalem. Nach der Aussage der Ehefrau wurde Michael Milton allerdings 1948 im ersten arabisch-israelischen Krieg in Jerusalem getötet. Auch eine weitere Quelle gibt an: „died in war of independence in Jerusalem, Israel“.35 Dort ist außerdem verzeichnet, dass sein Bruder Stefan während bzw. durch die Todesmärsche aus Auschwitz im Jahr 1945 starb. Michaela Adler heiratete Ygal Yoeli, sie bekamen zusammen drei Kinder: Dafne (geb.: 1970), Dan (geb.: 1975), Orna (geb.: 1978). Ihr Mann starb 1999 in Israel, die Tochter Dafne bekam später ebenfalls drei Kinder: Amit (geb.: 1997), Gal (geb.: 1999) und Hadar (geb.: 2003).36

Dies ist ein Auszug aus der Biografie, die Linda Köpper im Wintersemester 2013/2014 an der Universität Augsburg erarbeitet hat. Linda Köpper nahm am Proseminar „Nationalsozialismus in Augsburg. Verfolgungsgeschichte im Spiegel von Lebensgeschichten Augsburger Juden“ von Dr. Benigna Schönhagen am Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Volkskunde teil.

  1. StadtAA, FB Zinner/Ciner.
  2. Staatsarchiv Augsburg – Nachlassakten Clara Adler.
  3. http://www.alemannia-judaica.de/aufhausen_synagoge.htm (aufgerufen am 10.12.2013).
  4. StAA, Nachlassakten Clara Adler.
  5. http://www.alemannia-judaica.de/aufhausen_synagoge.htm (aufgerufen am 10.12.2013).
  6. http://www.alemannia-judaica.de/aufhausen_synagoge.htm (aufgerufen am 10.12.2013).
  7. www.dhm.de/lemo/html/ weimar/alltag/kriegervereine/ (aufgerufen am 10.12.2013).
  8. http://www.alemannia-judaica.de/aufhausen_synagoge.htm (aufgerufen am 10.12.2013).
  9. www.alemannia-judaica.de/aufhausen_synagoge.htm (aufgerufen am 10.12.2013).
  10. www.alemannia-judaica .de/aufhausen_synagoge.htm (aufgerufen am 10.12.2013).
  11. StadtAA, FB Zinner/Ciner.
  12. http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20302/CEM-AUG-NECROLOGY.pdf (aufgerufen am 10.12.2013).
  13. StadtAA, FB Zinner/Ciner.
  14. http://www.lwl.org/juedisches-leben/geschichten/index.php?id_geschichten=36 (aufgerufen am 10.12.2013).
  15. StadtAA, FB Zinner/Ciner.
  16. StAA, Nachlassakten Clara Adler.
  17. Staatsarchiv Augsburg – Nachlassakten Clara Adler; http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20302/CEM-AUG-NECROLOGY.pdf (aufgerufen am 10.12.2013).
  18. StAA, Einkommenssteuerakte, Gewerbeanmeldung.
  19. StAA, Einkommenssteuerakte, Gewerbeanmeldung.
  20. StAA, Formblatt A, Antrag nach Paragraf 14 Gr. St. G., Finanzamt Stadt Augsburg 3.11.1931.
  21. StAA, Ausfertigung Zuschlagsbeschluss, Notariat Augsburg, 1931.
  22. StAA, Ausfertigung Zuschlagsbeschluss, Notariat Augsburg, 1931.
  23. StadtAA, Gewerbemeldungen Zinner Abraham.
  24. StAA, Steuerakte, Einkommenssteuer-Berechnungsbogen, Einkommenssteuererklärung 1938.
  25. Gernot Römer (Hg.), „An meine Gemeinde in der Zerstreuung“. Die Rundbriefe des Augsburger Rabbiners Ernst Jacob 1941-1949 (Materialien zur Geschichte des Bayerischen Schwaben, Bd. 29), Augsburg 2007, S. 37.
  26. StAA, Verhandlung Wiedergutmachung Zinner Leopold.
  27. http://www.waymarking.com/waymarks/WMEAFA_Richborough_Transit_Camp_ Commemoration_Plaque_The_Barbican_Sandwich_Kent_UK (aufgerufen am 08.12.2013).
  28. Gernot Römer, 2007, S.293.
  29. http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de828700 (aufgerufen am 03.12.2013).
  30. www.ghetto-theresienstadt.info/terezinghetto.htm#alte (aufgerufen am 09.12.2013).
  31. http://www.ghetto-theresienstadt.info/terezinghetto.htm#alte (aufgerufen am 09.12.2013).
  32. StAA, Gewerbeabmeldung
  33. http://statistik-des-holocaust.de/list_ger_bay_43a.html (aufgerufen am 10.12.2013); Gernot Römer, 2007, S.386.
  34. StAA, Entschädigungsantrag Berta Einhorn nach Clara Adler, 02.04.1962, Bay. Landesentschädigungsamt.
  35. findagrave.com (aufgerufen am 10.12.2013).
  36. www.yairgil.com/markowicz/michaela.html (aufgerufen am 10.01.2014).

Staatsarchiv Augsburg (StAA)
– Nachlassakten Clara Adler
– Einkommenssteuerakte, Gewerbeanmeldung
– Steuerakte, Einkommenssteuerberechnungsbogen,
Einkommenssteuererklärung 1938
– Steuerakte, Einkommenssteuererklärung 1940
– Formblatt A, Antrag nach Paragraf 14 Gr. St. G., Finanzamt Stadt Augsburg 3.11.1931
– Ausfertigung Zuschlagsbeschluss, Notariat Augsburg, 1931
– Steuererklärung für das Kalenderjahr 1935
– Verhandlung Wiedergutmachung Zinner Leopold
– Gewerbeabmeldung
– Entschädigungsantrag Berta Einhorn nach Clara Adler, 02.04.1962 Bay. Landesentschädigungsamt

Stadtarchiv Augsburg (StadtAA)
Familienbogen (FB):
– FB Zinner/Ciner

– Gewerbemeldungen Zinner Abraham

http://www.alemannia-judaica.de/aufhausen_synagoge.htm (aufgerufen am 10.12.2013)

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20302/CEM-AUG-NECROLOGY.pdf (aufgerufen am 10.12.2013)

http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de828700 (aufgerufen am 03.12.2013)

www.dhm.de/lemo/html/ weimar/alltag/kriegervereine/ (aufgerufen am 10.12.2013)

http://findagrave.com (aufgerufen am 10.12.2013)

http://www.ghetto-theresienstadt.info/terezinghetto.htm#alte (aufgerufen am 09.12.2013)

http://www.lwl.org/juedisches-leben/geschichten/index.php?id_geschichten=36 (aufgerufen am 10.12.2013)

http://statistik-des-holocaust.de/list_ger_bay_43a.html (aufgerufen am 10.12.2013)

http://www.waymarking.com/waymarks/WMEAFA_Richborough_Transit_CampCommemoration_Plaque_The_Barbican_Sandwich_Kent_UK (aufgerufen am 08.12.2013)

www.yairgil.com/markowicz/michaela.html (aufgerufen am 10.01.2014)

Michael Cramer Fürtig, Bernhard Gotto (Hg.), „Machtergreifung“ in Augsburg. Anfänge der NS-Diktatur 1933-1937, Augsburg 2008.

Gernot Römer, Ein fast normales Leben. Erinnerungen an die jüdischen Gemeinden Schwabens. Ausstellung der Stiftung Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben 1995, Augsburg 1995.

Gernot Römer (Hg.), „An meine Gemeinde in der Zerstreuung“. Die Rundbriefe des Augsburger Rabbiners Ernst Jacob 1941-1949 (Materialien zur Geschichte des Bayerischen Schwaben, Bd. 29), Augsburg 2007.