Karolina Eisenmann, geb. Binswanger

Geboren: 19.05.1887, Augsburg

Gestorben: vermutlich am 16.03.1943 / festgelegt auf 08.05.1945, Auschwitz

Wohnorte

Augsburg, Kaiserstraße 35
Augsburg, Kaiserstraße 37
Augsburg, Ludwigstraße 28
Augsburg, Bahnhofstraße 21
Augsburg, Ludwigstraße 28
Augsburg, Hallstraße 14

Orte der Verfolgung

Deportation
am 8. oder 9. März 1943
von Augsburg
über München-Milbertshofen
nach Auschwitz

Weitere Informationen

Kindheit

Karolina Binswanger, auch Lina genannt, wurde am 19. Mai 1887 in Augsburg geboren.1 Ihr Vater war der Kaufmann und Fabrikant Gustav Binswanger, geboren am 25. August 1852 in Osterberg/Illertissen,2 gestorben am 18. März 1932 in Augsburg mit 79 Jahren.3 Ihre Mutter war Hedwig Binswanger, geborene Raff, am 17. September 1861 in Göppingen geboren4 und am 11. Juni 1928 in Augsburg im Alter von 66 Jahren verstorben.5

Beide Elternteile waren jüdischen Glaubens. Sie heirateten am 8. November 1881 in München. Am 5. Oktober 1883 zog das Ehepaar nach Augsburg in die Kaiserstraße 35, wo auch Karolina ihr erstes Lebensjahr verbrachte. Knapp drei Monate vor Karolinas zweitem Geburtstag, am 28. Februar 1889, zog die Familie in die Kaiserstraße 37 um. Zwei Wochen später, am 13. März 1889, kam Karolinas jüngerer Bruder Emil zur Welt; er starb nur wenige Tage später am 21. März. Etwa eineinhalb Jahre später, am 13. Oktober 1890, kam dann Karolinas Bruder Albert Binswanger zur Welt.6

Die Familie zog am 12. Januar 1899 in die Ludwigstraße 28 in Augsburg,7 zu diesem Zeitpunkt war Karolina 11 Jahre alt. Dieses Haus war bereits seit 1864 im Familienbesitz und Mittelpunkt des Augsburger Zweigs der Binswanger-Familie, zeitweilig lebten bis zu dreißig Personen dort.8

Neben dem Wohnhaus der Familie befand sich in der Ludwigstraße 28 das Fabrikgebäude der Firma Jacob Binswanger & Cie., eine Weinkellerei und Likör- und Essigfabrik,9 gegründet von Jacob Binswanger im Jahre 1838 und bis zur ‚Arisierung‘ 1938 – also ein Jahrhundert lang – ein Familienbetrieb.10

Karolinas Familie war in Augsburg angesehen.11 Im Alter von 17 Jahren, im Jahr 1904, verbrachte Karolina einige Zeit in Lausanne in der französischen Schweiz.12 Über ihren jüngeren Bruder ist im Meldebogen der Stadt Augsburg eine ähnliche Eintragung über einen Aufenthalt in Zürich im Jahre 1909 verzeichnet.13 Karolina machte zwar keine klassische Berufsausbildung (im Polizeibogen wird Karolinas Berufsstand als „Jüdin ohne Beruf“ geführt)14, sie lernte aber – neben Französisch – in der Zeit in Lausanne vielleicht die Haushaltsführung, wohingegen ihr Bruder vermutlich auf seine Aufgaben im Familienbetrieb vorbereitet wurde.

Ehe mit Dr. Sigmund Eisenmann

Am 5. April 1908, mit knapp 21 Jahren, heiratete Karolina den 6 Jahre älteren Tierarzt Dr. Sigmund Eisenmann. Die Heirat fand im Standesamt in Augsburg statt.15, war am 30. Oktober 188116 in Nördlingen geboren und ebenfalls jüdisch.17 Sein Vater war David Eisenmann, Kaufmann und Gemeindebevoll­mächtig­ter aus Nördlingen, seine Mutter Frieda Eisenmann, geborene Hess.18

Knapp ein Jahr nach der Eheschließung, am 14. Februar 1909, brachte Karolina ihre Tochter Käthe zur Welt.19 Die kleine Familie zog in eine Wohnung in der Bahnhofstraße in Augsburg, in der sich auch die Tierarztpraxis von Sigmund befand. Käthe erinnerte sich bei einem Interview am 7. Juli 2004, dass sich die Wohnung im ersten Obergeschoss befand, in einem Eckhaus in Richtung Prinzregentenplatz. Unten im Haus habe sich ein Tabakgeschäft befunden. Das Viertel am Bahnhof sei ein sehr nobles Viertel gewesen, insbesondere das Hotel Kronenhof (heute SSK), das einen schönen Biergarten gehabt habe.20

Im Ersten Weltkrieg kämpften mehr als 200 Augsburger Juden für Deutschland.21 Sigmund war einer der 29 Augsburger Juden22, die sich freiwillig für den Militärdienst meldeten.23 Er war als Stellvertretender Tierarzt für den Bezirk Starnberg beim Landsturm des ersten Aufgebotes für den Mobilmachungsfall tätig.24 Er erhielt Auszeichnungen wie das Eiserne Kreuz 2. Klasse und den Bayerischen Militärverdienstorden 4. Klasse mit Schwertern. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Sigmund Eisenmann Mitinhaber der Jacob Binswanger & Cie. in Augsburg.25

Käthe erinnerte sich im Interview, dass ihre Eltern, Karolina und Sigmund, einen großen Freundeskreis hatten. Zu den Freunden gehörten der Justizrat Dr. Strauß, die Großeltern Friedmann26 und Fabrikant Arnold von Kahn & Arnold. Insgesamt seien es zehn Ehepaare gewesen, die sehr viel zusammen unternommen hätten. Einmal hätten sie Weihnachten in Matrei verbracht, wo sie ein ganzes Hotel gemietet hätten, um gemeinsam mit ihren Freunden Urlaub zu machen. Käthe erzählte auch von der großen Villa der Arnolds am Schwibbogenplatz in Augsburg, von dem großen Garten, in dem man herrlich habe spielen können. Sigmund sei zudem Bergsteiger und Mitglied im Alpenverein gewesen. Deshalb habe die Familie viele schöne Ausflüge in die Berge unternommen.27

Befragt nach der Bedeutung des Judentums in ihrer Familie, gibt Käthe an, dass das Judentum bei Karolina und Sigmund eine eher untergeordnete Rolle gespielt habe. Sie seien nicht religiös, sondern „politisch-jüdisch“28 gewesen. Die Feste seien nicht gefeiert worden. Freitags seien nur immer alle Mitglieder der Großfamilie Binswanger im Haus des Großvaters Gustav Binswanger in der Ludwigstraße zusammengekommen, um am großen Tisch gemeinsam zu essen.29 Zitat: „Da waren so viele beieinander, dass man in 2 Reihen um den großen Tisch saß.“30 Die Synagoge hätten sie nicht oft besucht.31 Die Sabbatfeier in dieser säkularisierten Form war nicht unüblich und kann als Indiz für die zunehmende Distanz zur eigenen und Annahme der ‚Mehrheitskultur‘ in der katholisch geprägten Stadt gewertet werden.32 Dass Karolina, Sigmund und Käthe Mitglieder im jüdischen Tennisverein waren – Käthe erinnerte sich beim Interview besonders an Leo Lehmann, der Tennis spielte und zeitweise im Vorstand des Vereins gewesen sei33 – deutet auf ein anderes Phänomen der Zeit. Nachdem der Alltag der Juden in Deutschland immer mehr von den National­sozialisten eingeschränkt wurde, fanden die Familien in jüdischen Vereinen und Gesellschaften eine gewisse Normalität. Vereinsgründungen – gerade im Kultur- und Sportbereich – von Juden ab 1933 sind deshalb keine Seltenheit.34 Dass Käthe gerade die P.T.G.A. – die Private Tennis-Gesellschaft Augsburg – anspricht und sich an diesen Verein erinnert, dürfte Zeitgenossen nicht überraschen. Die P.T.G.A. war den Mitgliedern weit mehr als ein Tennisverein. Nachdem der Turnerbund 1933 Juden ausschloss, bot die P.T.G.A. ihren Mitgliedern neben Tennis auch Sportarten wie Fußball, Leichtathletik und Handball und war für viele Augsburger Juden ein Ort, an dem sie sich von den Repressalien des Alltags etwas zurückziehen konnten.35

Politisch habe die Familie „natürlich“36 die Republik unterstützt. An die genaue parteipolitische Einstellung der Familie erinnerte sich Käthe nicht. Zitat: „Ich weiß nur, dass wir demokratisch waren.“37 Die meisten Juden wählten liberale Parteien, da sie ihnen die Möglichkeit der Mitwirkung im Staat und den Ausbau an bürgerlichen Freiheiten mit zu verdanken hatten.38 So auch der Freund der Eisenmanns, Benno Arnold, der 1931 im Stadtrat die Deutsche Demokratische Partei (DDP) vertrat.39

Zeit des Nationalsozialismus

Die Jahre von 1937 bis 1939 markieren den endgültigen Wandel in Karolinas Leben. Der Tod ihres Mannes im September 1937, der Verkauf der Firma ihrer Familie im November 1938 und die Flucht ihres Bruders Albert und ihrer Tochter Käthe 1939 waren sicher einschneidende und prägende Verluste in ihrem Leben.

Am 28. November 1937 starb Karolinas Ehemann, Dr. Sigmund Eisenmann mit 56 Jahren im Vinzentinum in Augsburg.40 Als Karolina ihren Mann zu Grabe trägt, ist sie 50 Jahre alt. Von diesem Zeitpunkt an verschlechtert sich die Situation von Karolina und ihrer Familie zusehends.

Die Firma Jakob Binswanger & Cie. in Augsburg wurde laut Kaufvertrag durch Albert Binswanger, Kaufmann in München als allein vertretungsberechtigter Gesellschafter der Jacob Binswanger & Cie. in Augsburg an Herrn Wilhelm Hermann Schurig, Hoteldirektor in Augsburg, als allein vertretungsberechtigter Vorstand für die Hotel Drei Mohren AG in Augsburg verkauft.41 Der Kaufpreis belief sich auf 185.000 RM42, was angesichts der im Umfang des Kaufvertrags enthaltenen Grundstücke und Produktionsanlagen etc. weit unter dem eigentlichen Wert gewesen sein dürfte. Den Angaben der Industrie- und Handelskammer von 24. Juli 1952 zufolge wurde die Firma Binswanger & Cie. am 22. Januar 1941 aus dem Handelsregister gelöscht.43 Im Juli 1939 floh Karolinas Bruder Albert mit seiner Ehefrau und Cousine Bertha Binswanger (1895 als Tochter von Alexander Mayer und Lucie Mayer geb. Binswanger geboren) nach England, von wo aus sie im Mai 1940 in die USA auswanderten. Albert konnte aufgrund seiner Kriegsverletzung und der Strapazen der letzten Jahre in Deutschland, die ihm gesundheitlich schwer zugesetzt hatten, in den USA beruflich nicht mehr Fuß fassen. Am 21. November 1956 verstarb er in Los Angeles, wo er mit seiner Frau lebte.

Verfolgung und Enteignung

Im Unterschied zu Karolina gelang ihrer Tochter Käthe und deren Mann unter schwierigen Bedingungen 1939 die Auswanderung.44 Zunächst flüchteten Käthe und Ludwig in die Schweiz zu einem Freund Ludwigs, von dort aus reisten sie nach England zu Freunden, von wo sie mit dem Schiff in die USA übersetzten.45 Käthe und Ludwig kamen am 16. Mai 1939 in New York fast mittellos an. Hier änderten Käthe und Ludwig Unterholzner ihre Namen in Kathe und Lucas Underwood. Auch Karolina hatte nach Angaben von Käthe einen Antrag auf Auswanderung in die USA gestellt.46 „Aber Gesuch und sämtliche Papiere [verschwanden] auf dem Behördenweg spurlos.“47 Karolina blieb allein zurück. Spätestens mit dem „Verbot der Auswanderung von Juden“48 vom 23. Oktober 1941 war auch der letzte Hoffnungsschimmer auf ein baldiges Wiedersehen mit ihrer Tochter verloren.

Laut Dokumenten der Wiedergutmachungsakten musste Karolina ihr Zuhause in der Ludwigstraße 28 verlassen und wurde zwangsweise bis zu ihrer Deportation im sogenannten ‚Judenhaus‘ in der Hallstraße 14/1 untergebracht.49 Ein ähnliches Schicksal erlitten alle etwa 400 Juden, welche in Augsburg geblieben waren50, nachdem am 30. April 1939 durch das „Gesetz über Mietverhältnisse mit Juden“51 der gesetzliche Mieterschutz für Juden aufgeboben wurde.52

Vermögensabgaben

Im Zuge der Vermögensabgaben hatte auch Karolina „Steuern, Juedische Suehneabgaben und – obwohl nie ausgewandert – sogar Reichsfluchtsteuer“53 zu zahlen. Außerdem musste Karolina am 18. Januar 1939 ‚Exportförderungsabgaben‘ im Wert von 1.435 RM an die Deutsche Golddiskontbank Berlin überweisen.54 Am 21. Oktober 1941 hatte Karolina sogenannte ‚Auswanderungsabgaben‘ von 21.761 RM an das „Bankhaus Seiler & Co. München für das Sonderkonto, Bezirksstelle Bayern, der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland“55 überwiesen.56 Am 4. März 1943 überwies Karolina an die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland, Finanzabteilung, Berlin-Charlottenburg, weitere 1.000 RM57 und am 10. März 1943 weitere 7.877,45 RM.58

Die ‚Reichsfluchtsteuer‘ wurde von Karolinas Konto am 1. Juli 1944, nach ihrem Tod59, vom Finanzamt der Stadt Augsburg in Höhe von 19.897 RM eingezogen.60 Mit dieser Zahlung und einer Überweisung am 4. Juli 1944 von 313 RM61 an den Oberfinanzpräsidenten München erfolgte der Ausgleich des Kontos Nr. 12118 von Karolina Eisenmann durch Überweisung an das Finanzamt der Stadt Augsburg.62 All diese Abgaben, insgesamt 99.648,45 RM, musste Karolina aus ihrem Vermögen und dem Erbe ihres Mannes leisten.63 Der ‚Oberfinanzpräsident München‘ (keine Namensangabe) bestätigte am 9. Juni 1944 gegenüber der Bank: „Das Vermögen der Jüdin Karolina Sara Eisenmann, früher Augsburg, Hallstr. 14, ist auf Grund des § 3 der Elften Verordnung zum Reichsbürgergesetz vom 25. November 1941 dem Großdeutschen Reich verfallen. Das Großdeutsche Reich, vertreten durch mich, ist Eigentümer der bei Ihnen im Depot befindlichen Wertpapiere, sowie Barguthaben und sonstigen Vermögenswerte geworden.“64

Wertpaket

Aus dem Wiedergutmachungsantrag von Kathe Underwood am 2. September 1948 geht hervor, dass Karolina außer dem Aktien- und Barvermögen auch gezwungen wurde, ein Wertpaket, welches „vermutlich Silber, Gold und Juwelen“65enthalten hatte, abzugeben.66 Das Paket sei am 25. Januar 1939 bei der Dresdner Bank, Filiale Augsburg, in Verwahrung gegeben worden.67 Der Inhalt des Paketes habe einen Wert in Höhe von 15.000 RM gehabt, was Margarete Kocher, die Anwältin von Kathe Underwood und Schwester von Lucas Underwood, per Eidesstatt persönlich bestätigte. Sie habe gemeinsam mit Karolina diese Angabe gemacht.68 Das Paket, am 13. Dezember 1939 von der Dresdner Bank, Filiale Augsburg, dem Städtischen Leihamt Augsburg übergeben, war später unauffindbar.69 Wie die Stadtverwaltung Augsburg am 15. November 1950 im Rahmen des Wiedergutmachungsverfahrens angab, wurde das Leihamt im Jahre 1944 durch einen Luftangriff zerstört.70

Wie den Angaben von Margarete Kocher zu entnehmen ist, fiel es Karolina offenbar sehr schwer, sich von den Gegenständen in dem Paket zu trennen: „Von Frau Eisenmann wurde mir der Wert des Paketes mit ca. 15.000,- angegeben, als Inhalt nannte sie wertvolle Bestecke und Schmuck. […] Einen Gegenwert für das Paket hat Frau Eisenmann nie erhalten, sie wußte bis zu ihrer Deportierung überhaupt nicht, wo dasselbe hingekommen ist.“71 Wie der Niederschrift vom 14. März 1955 zu entnehmen ist, wurde der Wert des Pakets „mangels näherer Unterlagen“72 nicht rückerstattet.

Zwangsarbeit in der Ballonfabrik Augsburg

Mit dem Angriff auf Polen am 1. September 1939 begann Deutschland den Zweiten Weltkrieg. In dieser Phase spitzte sich die Situation für die Juden auch außerhalb Deutschlands weiter zu und endete mit der Ermordung von Millionen Menschen.73 Am 4. November 1941 heißt es in einer Mitteilung des Reichsfinanzministers an die 14 zuständigen Oberfinanzpräsidenten: „Juden, die nicht in volkswirtschaftlich wichtigen Betrieben beschäftigt sind, werden in den nächsten Monaten in die Ostgebiete abgeschoben.“74 Den Recherchen Gernot Römers zufolge war Karolina Eisenmann vom 3. Februar 1942 bis zum 3. März 1943 zur Zwangsarbeit in der Ballonfabrik Augsburg verpflichtet worden.75 Vermutlich wurde Karolina deshalb nicht schon mit einem früheren Transport deportiert.76

Die Ballonfabrik, gegründet 1897 und zeitweise Marktführer im Ballonbau und der Luftschifffahrt, erhielt ihre Aufträge während des Zweiten Weltkrieges vom Oberkommando des Heeres.77 Hergestellt wurden Fesselballone, die als ‚Luftsperrgeräte‘ zum Flak-Programm gehörten. Aufgrund der hoch eingestuften Priorität der Aufträge wurden der Ballonfabrik fortlaufend Zwangsarbeiter zugewiesen.78

Deportation

Es gab auch in Karolinas letzten Lebensjahren Menschen, denen sie vertraute. Kathe Underwood gab beim Interview am 7. Juli 2004 an, dass Karolina, nachdem ihre Tochter und ihr Schwiegersohn ausgewandert waren, noch Kontakt mit Friedmanns79gehabt habe. Außerdem habe sich die Schwester von Lucas Underwood, Margarete Kocher, um Karolina gekümmert.80 Margarete Kocher war Anwältin und betrieb auch das Wiedergutmachungsverfahren von Kathe und Lucas Underwood nach deren Auswanderung.

Offenbar traf die Deportation Karolina unerwartet und unvorbereitet. Karolinas Name erscheint in der ‚Alphabetischen Namensliste der im Monat März 1943 aus Augsburg nach dem Osten ausgesiedelten Juden‘.81 Sie wurde am 8. März 1943, mit dem letzten [!] Judentransport, der von Augsburg aus nach Auschwitz stattfand, in das Vernichtungslager abtransportiert.82

Margarete Kocher gibt im Rahmen des ‚Antrags auf Erteilung eines Erbscheines‘ an: „Ich habe von der Verschollenen vom Transport drei Nachrichten bekommen, Poststempel ist vom 11.3.1943.“83 Des Weiteren schrieb Margarete Kocher im ‚Antrag auf Todeserklärung‘, den sie im Auftrag von Karolinas Tochter am 7. Dezember 1949 beim Nachlassgericht Augsburg einreichte, dass seit diesem Tage jede Nachricht über Karolina fehle. Sie soll vom Transport aus mit den übrigen Verschleppten sofort in die Gaskammern gekommen sein. Der wahrscheinliche Todestag sei der 16. März 1943.84 Karolina war zum Zeitpunkt ihrer Deportation 56 Jahre alt.

Auf dem am 3. März 1950 ausgestellten Erbschein, der Bestätigung, dass Kathe Underwood,Stockton/Calif.USA, die Alleinerbin von Karolina Eisenmann ist, wurde das Sterbedatum von Karolina auf den 8. Mai 194585 in Auschwitz festgelegt.86
Heute erinnert die Inschrift des Grabsteines auf dem Haunstetter Friedhof, auf dem Dr. Sigmund Eisenmann 1937 beerdigt wurde, auch an Karolina.87 Auf der Gedenktafel für die ermordeten Augsburger Juden, welche im Rathaus der Stadt Augsburg angebracht ist, steht auch Karolinas Name.88 Vielen Familienmitgliedern von Karolina gelang noch rechtzeitig die Auswanderung nach England, Italien, Israel und in die USA. Zehn Angehörige der engeren Familie wurden jedoch ebenfalls in der Shoa ermordet.89

Dies ist ein Auszug aus der Biografie, die Verena Spiegelhalder-Hügle im Wintersemester 2013/2014 an der Universität Augsburg erarbeitet hat. Sie nahm am Proseminar „Nationalsozialismus in Augsburg. Verfolgungsgeschichte im Spiegel von Lebensgeschichten Augsburger Juden“ von Dr. Benigna Schönhagen am Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Volkskunde teil.

  1. StadtAA, FB Binswanger.
  2. Ebd.
  3. Todesanzeige Gustav Binswanger, in: Bayerische Israelitische Gemeindezeitung, Nr. 7 vom 1.4.1932, S. 110.
  4. StadtAA, FB Binswanger.
  5. http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20295/FS-BINSWANGER-OSWALD.pdf (aufgerufen am 30.1.2014).
  6. StadtAA, FB Binswanger.
  7. Ebd.
  8. JKM, Museumsausstellung, Fam. Binswanger.
  9. StAA, Auszug aus dem Messungsverzeichnisse der Steuergemeinde Augsburg, Sekt. I (lit.D) Nr. 168 v. I. 1929 für den Amtsgebrauch. Betreff: Neubauten. Geprüft nach Entschließung der Landesfinanzamts-Zweigstelle Augsburg vom 24. September 1930.
  10. Angaben der Industrie- und Handelskammer Augsburg an die Geschäftsstelle der Wiedergutmachungskammer beim Landgericht Augsburg vom 24.7.1952. Fragebogen aus unserem Firmenarchiv vom 21 11 1935“, in: StAA, W.B. V a 224; Bogdanov, Franziska, Sammlung Familie Binswanger. Bestand: Konvolut/115. Inv.Nr.: 2010/1/1-717; 2010/45/1-999; 2010/63/1-705; R-2010/3/0. Zeitraum: 1860-2003, in: Jüdisches Museum Berlin, Berlin 2013, S. 2, einzusehen über: http://objekte.jmberlin.de/object/jmb-obj-433516;jsessionid=9E6761055A4FFBBEFE8BFBCCCD984016 (aufgerufen am 26.10.2015).
  11. Erklärung zur Aufrechterhaltung der Ansprüche bzgl. des Wertpaketes an das Landgericht München I, Wiedergutmachungskammer vom 12.9.1955, in : StAA, W.B. V a 225.
  12. StadtAA, FB Binswanger.
  13. Ebd.
  14. StadtAA, Pol.Bg. Kasernstraße 2.
  15. Niederschrift in der Nachlassache Dr. Sigmund Eisenmann von Augsburg vom 30.6.1950, in: StAA, AG Augsburg Nr. VI 619/50 (Nachlassakte Sigmund Eisenmann); Hinweis: StA Augsburg, HR. Nr. 174/1908.[/note] Sigmund Eisenmann, genannt Schorsch[note] Bogdanov, Franziska, Sammlung Familie Binswanger, S. 2.
  16. In einem Dokument (Niederschrift in der Nachlassache Dr. Sigmund Eisenmann von Augsburg vom 30.6.1950, in: StAA, AG Augsburg Nr. VI 619/50 (Nachlassakte Sigmund Eisenmann) wird der Geburtstag von Dr. Sigmund Eisenmann mit dem 3.10.1881 angegeben – in allen anderen eingesehenen und hier erwähnten Quellen, die ein Geburtsdatum von Herrn Eisenmann enthalten, wird das Datum 30.10.1881 genannt und deshalb auch hier verwendet.
  17. Todes-Anzeige Sigmund Eisenmann. Nr. des Sterbebuches 176/1937. An das Amtsgericht (Nachlaßgericht) Augsburg am 23.6.1950, in: StAA, AG Augsburg Nr. VI 619/50 (Nachlassakte Sigmund Eisenmann).
  18. StadtAA, FB Eisenmann.
  19. http://www.alemannia-judaica.de/images/Noerdlingen/FS-EISENMANN-SIGMUND.pdf (aufgerufen am 6.2.2014).
  20. Gespräch mit Käte Underwood, geb. Eisenmann am 7. Juli 2004 im Domhotel in Augsburg (Zusammenfassung vom 16.7.2004), in: JKM, Akte Kathe Underwood, PA 0931. [Anm.: In der Halderstraße 1 war das Hotel Kaiserhof ansässig].
  21. Benigna Schönhagen, Die zweite jüdische Gemeinde von Augsburg 1861-1943, in: Michael Brenner, Sabine Ullmann (Hg.), Die Juden in Schwaben. Studien zur Jüdischen Geschichte und Kultur in Bayern, Band 6. München 2013, S. 234.
  22. Ebd.
  23. Tagebuch Sigmund Eisenmann, S. 1, in: StAA, AG Augsburg Nr. VI 619/50 (Nachlassakte Sigmund Eisenmann).
  24. StadtAA, FB Eisenmann.
  25. Gernot Römer, „An meine Gemeinde in der Zerstreuung.“ Die Rundbriefe des Augsburger Rabbiners Ernst Jacob 1941-1949. Augsburg 2007, S. 214.
  26. Gemeint sind vermutlich die Großeltern von Miriam Friedmann: Ludwig Friedmann und Selma, geborene Fromm (Tel. Mitteilung von Miriam Friedmann 2014).
  27. Gespräch mit Käte Underwood, geb. Eisenmann am 7. Juli 2004 im Domhotel in Augsburg (Zusammenfassung vom 16.7.2004), in: JKM, Akte Kathe Underwood, PA 0931.
  28. Ebd.
  29. Ebd.
  30. Ebd.
  31. Ebd.
  32. Benigna Schönhagen, 2013, S. 234.
  33. Gespräch mit Käte Underwood, geb. Eisenmann am 7. Juli 2004 im Domhotel in Augsburg (Zusammenfassung vom 16.7.2004), in: JKM, Akte Kathe Underwood, PA 0931.
  34. http://www.jkmas.de/wp-content/uploads/2013/02/20121004_augsburger-allgemeine.de_Sch%C3%A4tze-Archive-I.pdf (aufgerufen am 6.2.2014).
  35. Ebd.
  36. Gespräch mit Käte Underwood, geb. Eisenmann am 7. Juli 2004 im Domhotel in Augsburg (Zusammenfassung vom 16.7.2004), in: JKM, Akte Kathe Underwood, PA 0931.
  37. Ebd.
  38. http://www.bpb.de/izpb/7674/1815-1933-emanzipation-und-akkulturation?p=all (aufgerufen am 22.2.2014).
  39. Benigna Schönhagen, 2013, S. 229.
  40. Todes-Anzeige Sigmund Eisenmann, in: StAA AG Augsburg Nr. VI 619/50 (Nachlassakte Sigmund Eisenmann); siehe auch: http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20302/CEM-AUG-GRAVELIST-GERMAN.pdf (aufgerufen am 29.11.2013).
  41. StAA, Grunderwerbsteuerakten Binswanger F 3820, Kaufvertrag UR Nr. 61, beglaubigt am 11.1.1939.
  42. Ebd.
  43. Angaben der Industrie- und Handelskammer, in: StAA, W.B. V a 224.
  44. Gernot Römer, 1996, S. 28.
  45. Gespräch mit Käte Underwood, geb. Eisenmann am 7. Juli 2004 im Domhotel in Augsburg (Zusammenfassung vom 16.7.2004), in: JKM, Akte Kathe Underwood, PA 0931.
  46. Gernot Römer, 1996, S. 28.
  47. Ebd.
  48. Joseph Walk (Hg.), 1996, S. 253.
  49. Antrag auf Todeserklärung vom 7.12.1949 von Margarete Kocher, Wertingen/Schw., Schulstr. 12 an das Amtsgericht, Nachlaßgericht Augsburg, in: StAA, AG Augsburg Nr. VI 1184/49 (Nachlassakt Karolina Eisenmann); siehe auch: Gernot Römer, 2007, S. 214; in einem Dokument (StadtAA, Pol. Bg. Kasernstraße 2) ist jedoch vermerkt, dass Karolina ab dem 1. August 1939 in der Kasernstraße 2 bis zu ihrer Deportation 1943 untergebracht war. Auf der Liste vermerkt: „unbekannt verzogen am 18. Mai 1949“; da allerdings in allen anderen Quellen die Hallstraße 14/1 als letzter Wohnort angegeben ist, wird dieser Sachverhalt an dieser Stelle ebenfalls angenommen.
  50. Benigna Schönhagen, 2013, S. 247.
  51. Joseph Walk (Hg.), 1996, S. 292.
  52. Ebd.
  53. Eigentumserklaerung von Kathe Underwood an die Wiedergutmachungsbehoerde Schwaben am 26.7.1949, in: StAA, W.B. V a 225.
  54. Ebd.
  55. Ebd; siehe auch: Angaben der Bayerischen Bank für Handel und Industrie, Filiale Augsburg bzgl. der Abführung vom Konto von Karolina Eisenmann an die Wiedergutmachungsbehörde Schwaben vom 4.2.1949, in: StAA, W.B. V a 225.
  56. Ebd.
  57. Vergleich vom 23.6.1955 in Sachen Underwood Kathe, in: StAA, W.B. V a 225.
  58. Vergleich vom 21.12.1956 in Sachen Underwood Kathe gegen Deutsches Reich wegen Rückerstattung. Depot von Eisenmann Lina bei der früheren Dresdner Bank in Augsburg, in: StAA, W.B. V a 225.
  59. Antrag auf Todeserklärung vom 7.12.1949, in: AG Augsburg Nr. VI 1184/49 (Nachlassakte Karolina Eisenmann).
  60. Vergleich vom 23.6.1955 in Sachen Underwood Kathe, in: StAA, W.B. V a 225.
  61. Ebd.
  62. Angaben der Bayerischen Bank für Handel und Industrie, Filiale Augsburg bzgl. der Abführung vom Konto von Karolina Eisenmann an die Wiedergutmachungsbehörde Schwaben vom 4.2.1949, in: StAA, W.B. V a 225.
  63. Eigentumserklaerung von Kathe Underwood an die Wiedergutmachungsbehoerde Schwaben am 26.7.1949, in: StAA, W.B. V a 225.
  64. Abschrift ‚Oberfinanzpräsident München‘, 9.6.1944, Sophienstr. 6, Fernsprecher 51941/320. Betreff: Verwaltung und Verwertung verfallenen Vermögens der Jüdin Karolina Sara Eisenmann, früher Augsburg, Hallstr. 14, in: StAA, W.B. V a 225.
  65. Rückerstattungsanspruch Mrs. Kaethe Underwood vom 2. September 1948. Teil B) Angaben ueber das Vermoegen dessen Rueckerstattung beansprucht wird. Wertpapiere, Konto Lina Eisenmann Nr. 12118 bei der Dresdner Bank Filiale Augsburg, jetzt Bayerische Bank fuer Handel und Industrie, Filiale Augsburg, in: StAA, W.B. V a 225.
  66. Ebd.
  67. Niederschrift aufgenommen in nichtöffentlicher Sitzung der Wiedergutmachungs­behörde Schwaben am 5.6.1950, in: StAA, W.B. V a 225.
  68. Konkrete Angaben zum Paket von Margarete Kocher an Wiedergutmachungsbehörde Schwaben am 21.12.1950, in: StAA, W.B. V a 225 .
  69. Niederschrift aufgenommen in nichtöffentlicher Sitzung der Wiedergutmachungsbehörde Schwaben am 5.6.1950, in: StAA, W.B. V a 225.
  70. Widerspruch von Stadtverwaltung Augsburg an die Wiedergutmachungsbehörde Schwaben vom 15.11.1950, in: StAA, W.B. V a 225.
  71. Erklärung zur Aufrechterhaltung der Ansprüche bzgl. des Wertpaketes an das Landgericht München I, Wiedergutmachungskammer vom 12.9.1955, in: StAA, W.B. V a 225.
  72. Niederschrift vom 14.3.1955 aufgenommen in nichtöffentlicher Sitzung der Wiedergutmachungsbehörde I Oberbayern in Sachen Underwood Kathe gegen Deutsches Reich, in: StAA, W.B. V a 225.
  73. Martin Broszat, Norbert Frei (Hg.), 1996, S. 254.
  74. Joseph Walk (Hg.), 1996, S. 354.
  75. Gernot Römer, 2007, S. 214.
  76. Es gab zum Beispiel auch 1941 und 1942 Deportationen von Augsburger Juden. Siehe: Deportationslisten. Bezirksstelle Bayern, in: Statistik und Deportation der jüdischen Bevölkerung aus dem Deutschen Reich, http://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_bay.html (aufgerufen am 26.10.2015).
  77. Winfried Nerdinger (Hg.), Bauten erinnern. Augsburg in der NS-Zeit. Berlin 2012, S. 121.
  78. Ebd.
  79. Gemeint sind vermutlich die Großeltern von Miriam Friedmann: Ludwig Friedmann und Selma, geborene Fromm (tel. Mitteilung Miriam Friedmann 2014.
  80. Gespräch mit Käte Underwood, geb. Eisenmann am 7. Juli 2004 im Domhotel in Augsburg (Zusammenfassung vom 16.7.2004), in: JKM, Akte Kathe Underwood, PA 0931.
  81. Alphabetische Namensliste der im Monat März 1943 aus Augsburg nach dem Osten ausgesiedelten Juden/Welle V/Fa Augsburg-Stadt, in: http://www.statistik-des-holocaust.de/OT430313-7a.jpg  (aufgerufen am 26.10.2015); Antrag auf Todeserklärung vom 7.12.1949, in: StAA, AG Augsburg Nr. VI 1184/49 (Nachlassakte Karolina Eisenmann).
  82. Ebd.
  83. Antrag auf Erteilung eines Erbscheines, in: StAA, AG Augsburg Nr. VI 1184/49 (Nachlassakte Karolina Eisenmann).
  84. Antrag auf Todeserklärung vom 7.12.1949, in: StAA, AG Augsburg Nr. VI 1184/49 (Nachlassakte Karolina Eisenmann).
  85. Bundesgesetz zur Entschädigung für Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung (Bundesentschädigungsgesetz – BEG), Ausfertigungsdatum: 18.09.1953: §180: „[Ist der] Aufenthalt [des Verfolgten] seit dem 8. Mai 1945 unbekannt, so wird vermutet, daß er am 8. Mai 1945 verstorben ist.“, siehe: http://www.gesetze-im-internet.de/beg/BJNR013870953.html (aufgerufen am 1.7.2016).
  86. Erbschein: Kathe Underwood ist Alleinerbin von Karolina Eisenmann. Ausgestellt vom Amtsgericht Augsburg am 3. März 1950, in: StAA, W.B. V a 224.
  87. http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20302/CEM-AUG-GRAVELIST-GERMAN.pdf (aufgerufen am 29.11.2013).
  88. Zeitungsartikel Augsburger Allgemeine vom 16. Oktober 2008, Gedenken an Kathe Underwood, in: JKM, Akte Kathe Underwood, PA 0931.
  89. JKM, Museumsausstellung, Fam. Binswanger.

Stadtarchiv Augsburg (StadtAA)
Familienbogen (FB):
– FB Binswanger
– FB Eisenmann

Polizeibogen (Pol.Bg.):
– Pol.Bg. Kasernstraße 2

Staatsarchiv Augsburg (StAA)
Amtsgericht Augsburg (AG Augsburg):
– AG Augsburg Nr. VI 1184/49
(Nachlassakte Karolina Eisenmann)
– AG Augsburg Nr. VI 619/50
(Nachlassakte Sigmund Eisenmann)

Bestand Wiedergutmachungsbehörde für Schwaben (W.B. V):
– W.B. V a 224
– W.B. V a 225

Standesamt Augsburg (StA Augsburg):
– StA Augsburg, HR. Nr. 174/1908

Auszug aus dem Messungsverzeichnisse der Steuergemeinde Augsburg, Sekt. I (lit.D) Nr. 168 v. I. 1929 für den Amtsgebrauch. Betreff: Neubauten. Geprüft nach Entschließung der Landesfinanzamts-Zweigstelle Augsburg vom 24. September 1930

Grunderwerbsteuerakten Binswanger F 3820, Kaufvertrag UR Nr. 61, beglaubigt am 11.1.1939

Jüdisches Kulturmusems Augsburg-Schwaben (JKM)

JKM Akte Kathe Underwood, PA 0931
– Interview mit Kathe Underwood am 07.07.2004,  geführt von Dr. Benigna Schönhagen

Bayerische Israelitische Gemeindezeitung,
Nr. 7 (1.04.1932).

Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben (JKM),
JKM, Museumsausstellung, Fam. Binswanger.

 

 

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20295/FS-BINSWANGER-OSWALD.pdf (aufgerufen am 30.1.2014)

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20302/CEM-AUG-GRAVELIST-GERMAN.pdf (aufgerufen am 29.11.2013)

http://www.alemannia-judaica.de/images/Noerdlingen/FS-EISENMANN-SIGMUND.pdf (aufgerufen am 6.2.2014)

http://www.bpb.de/izpb/7674/1815-1933-emanzipation-und-akkulturation?p=all (aufgerufen am 22.2.2014)

http://www.gesetze-im-internet.de/beg/BJNR013870953.html (aufgerufen am 1.7.2016)

http://www.jkmas.de/wp-content/uploads/2013/02/20121004_augsburger-allgemeine.de_Sch%C3%A4tze-Archive-I.pdf (aufgerufen am 6.2.2014)

http://objekte.jmberlin.de/object/jmb-obj-433516;jsessionid=9E6761055A4FFBBEFE8BFBCCCD984016 (aufgerufen am 26.10.2015)

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Martin Broszat, Norbert Frei (Hg.), Das Dritte Reich im Überblick. Chronik, Ereignisse, Zusammenhänge, 5. Auflage, München 1996.

Winfried Nerdinger (Hg.), Bauten erinnern. Augsburg in der NS-Zeit. Berlin 2012.

Gernot Römer, Jüdisch versippt. Schicksale von Mischlingen und nichtarischen Christen, Augsburg 1996.

Gernot Römer (Hg.), „An meine Gemeinde in der Zerstreuung.“ Die Rundbriefe des Augsburger Rabbiners Ernst Jacob 1941-1949 (Materialien zur Geschichte des Bayerischen Schwaben, Bd. 29), Augsburg 2007.

Benigna Schönhagen, Die zweite jüdische Gemeinde von Augsburg 1861-1943, in: Michael Brenner, Sabine Ullmann (Hg.), Die Juden in Schwaben. Studien zur Jüdischen Geschichte und Kultur in Bayern, Band 6, München 2013, S. 225-250.

Joseph Walk (Hg.), Das Sonderrecht für die Juden im NS-Staat. Eine Sammlung der gesetzlichen Maßnahmen und Richtlinien-Inhalt und Bedeutung, 2. Auflage, Heidelberg 1996.