Innozenz Rehm

Innozenz Rehm

Geboren: 06.12.1899, Legau (Unterallgäu)

Gestorben: 01.10.1937,

Wohnorte

Legau (Unterallgäu)
Augsburg, Ebnerstr. 25
Sowjetunion
Raum Halle (Saale)

Orte der Verfolgung

Verhaftung in Halle (Saale)
Zuchthaus

Weitere Informationen

Innozenz Rehm wurde am 6. Dezember 1899 in Legau (Unterallgäu) geboren.

Er wurde als Schlosser und Automechaniker ausgebildet und arbeitete später als Kraftfahrer.

Verheiratet war er mit Sophie Rehm, geb. Hofmann (6. Juni 1901 – 4. April 1972), sie war aktiv in der Roten Hilfe. Aus der Ehe ging ein Kind (Irene) hervor.

Innozenz Rehm war Mitglied im Spartakusbund und wurde am 31. Dezember 1919 Mitglied in der KPD. Gleichzeitig war er aktiver Gewerkschafter. In der Parteiorganisation der KPD Augsburg war er zuständig für Militärpolitik und Jugendarbeit.

1932 kandidierte er für den Augsburger Stadtrat. Im gleichen Jahr wurde er an die Frunse-Akademie in der Sowjetunion entsandt.

1933 kehrte er in den Raum Halle (Saale) zurück und arbeitete am Aufbau einer Widerstandsorganisation. Im Herbst 1933 folgte seine Verhaftung in Halle. Die Verurteilung erfolgte 1935 wegen Vorbereitung zum Hochverrat. Er erhielt 2 Jahre und 6 Monate Zuchthaus.

Am 1. Oktober 1937 starb er, nachdem ihm im Rahmen einer Versuchsreihe Bazillen eingeimpft wurden.

1948 erfolgte in Amberg gegen den Anstaltsarzt Dr. Fickentscher wegen Mißbrauch von Häftlingen für medizinische Versuche die Anklage.

Erinnerungsort

Auf dem Ehrenhain vor dem Denkmal „Zum Gedenken an die hier Ruhenden 235 KZ-Opfer †1945“ befindet sich eine Gedenkstein mit den Namen Rehm Innozenz.

Die Biografie wurde vom VVN-BdA Kreisverband Augsburg erstellt.

http://www.vvn-augsburg.de/3_portraets/rehm_innozenz/rehm.html
(aufgerufen am 16.09.2013)

Einwohnerbuch 1931 (aufgerufen am 28.12.2016)