Benno Arnold.
(Yad Vashem, Jerusalem/Israel)

Benno Arnold

Geboren: 21.11.1876, Augsburg

Gestorben: 03.03.1944, Theresienstadt

Wohnorte

Augsburg, Remboldstraße 1

 

Orte der Verfolgung

Deportation
am 12. August 1942
von München-Milbertshofen
nach Theresienstadt

 

Weitere Informationen

Benno Arnold kam am 21. November 1876 in Augsburg als Sohn des Kommerzienrats Albert Arnold (1844–1913) und seiner Frau Hermine Arnold, geb. Vogel (1841–1919) zur Welt. Sein Elternhaus befand sich in der Bahnhofstraße 5.1 Er besuchte das Königlich-Bayerische Realgymnasium Augsburg bis zum „Einjährigen“ (einem gymnasialen Abschluss mit der mittleren Reife nach der 6. Klasse, „Obersekunda“; die Bezeichnung „Einjähriges“ stammt daher, dass diese jungen Männer nur ein Jahr Wehrdienst ableisten mussten, statt der üblichen drei). Das Königlich Bayerische Realgymnasium bestand seit Oktober 1864. Die Unterrichtsräume waren anfangs im ehemaligen Kloster St. Katharina untergebracht, bis man 1878/79 in einen Neubau an der Blauen Kappe umzog. 1965 wurde das Gymnasium nach Konrad Peutinger in Peutinger-Gymnasium umbenannt.2

Benno Arnold absolvierte im Anschluss an die Schulzeit eine kaufmännische Ausbildung in der Fuggerstadt sowie in Paris. Am 11. November 1902 heiratete er in Augsburg Anna Kahn.3 Schließlich trat Benno Arnold im Januar 1907 in die väterliche Firma „Spinnerei und Weberei am Sparrenlech Kahn und Arnold” ein, welche er nach dem Ausscheiden der beiden Firmengründer Aron Kahn (1841–1926) und Albert Arnold (1844–1913) zusammen mit den Teilhabern Alfred Kahn, Berthold Kahn und seinem Bruder Arthur Arnold leitete.

Im Jahr 1885 war ein Vorgängerwerk über eine Versteigerung in den Besitz der seit 1869 bestehenden Spinnerei und Weberei der Gründer Aron Kahn und Albert Arnold gelangt. Auf dem 1885 erworbenen Grundstück an der Provinostraße ließen die beiden Inhaber drei Werksgebäude im Stil des Fabrikschlosses durch das Baugeschäft Thormann und Stiefel errichten.4

Im Jahr 1908 rangierte die Firma nach der Zahl der Arbeiter bereits auf Rang acht der größten Augsburger Textilfabriken. Das Unternehmen vergrößerte sich von anfangs 80 Arbeitern im Jahr 1885 auf 940 Mitarbeiter im Jahr 1938. Um die Beschäftigten kümmerte man sich mit großem Engagement, man war sich seiner Verpflichtung gegenüber seinen Angestellten sehr bewusst: Es existierten Wohlfahrtseinrichtungen für die Arbeiter, es bestanden vier Wohnhäuser für Beschäftigte, und überdies wurde eine Arbeitersparkasse (ohne Beitrittszwang) errichtet. Darin wurden Einlagen bis zu 500 Mark mit 5%, bis zu 1000 Mark mit 4,5% und über 1.000 Mark mit 4% verzinst. Im Jahr 1902 hatten die freiwilligen Einlagen eine Höhe von 45.000 Mark erreicht. Außerdem wurde ein besonderer Unterstützungsfond von 35.000 Mark für solche Arbeiter errichtet, die die Invalidenrente bezogen. Ganz besondere Anerkennung verdient auch die Gründung eines eigenen Wöchnerinnen-Fonds für verheiratete Arbeiterinnen.5

Nach dem Ersten Weltkrieg war die Firma maßgeblich an der Rettung der „Neuen Augsburger Kattunfabrik (NAK)” beteiligt – man stieg dort mit einem Anteil von 80 Prozent zu den Großaktionären auf. Die Firma produzierte nicht nur Gewebe aller Art aus Baumwolle, sondern handelte auch mit Baumwollgeweben und verfügte über ein Zweiggeschäft in Berlin. „Die Firma ist durchaus zuverlässig, leistungsfähig und genießt besten Ruf“, heißt es in einer Auskunft der Industrie- und Handelskammer im Jahr 1930.6 Die Spinnerei und Weberei erstreckte sich von der Provino- bis zur Prinzstraße. Der Sitz der „Spinnerei und Weberei am Sparrenlech” befand sich laut Familienbogen in der Provinostraße 8. Für 310.000 Mark erwarb Benno Arnold das Anwesen in der Prinzstraße 7. Dort befand sich ein weiteres Spinnereigebäude mit einem Teil des Wollmagazins, einem Fabrikhofraum, einem Autoschuppen, einem Wohnhaus, einem Treibhaus, einem Garten etc. Der Betrieb sei nach „streng-altdeutschen Prinzipien aufgebaut gewesen“, erinnerte sich Henry Waterman nach dem Zweiten Weltkrieg. Waterman weiter über die Firma:

„Ein Mann namens Turtur lebte mit seiner Familie auf dem Betriebsgrundstück, so dass er bei Tag und Nacht gerufen werden konnte, falls irgendetwas nicht in Ordnung war und er entweder die notwendigen Schritte selbst einleitete oder in besonderen Fällen den Herrn Arnold benachrichtigen konnte, nach der normalen Arbeitszeit nach 6 Uhr abends. Ich führe das nur an, um zu zeigen, dass die Fabrik strenge Zucht aufrechterhielt. Andererseits, im Privatleben, waren die Besitzer ausserordentlich feine Leute, die immer bereit waren anderen, nicht reichen Leuten auszuhelfen. Ein Teil des Synagogenbaues wurde von ihnen finanziert.“7

Benno Arnolds bereits erwähntes Engagement für weniger begüterte Menschen zeigte sich auch daran, dass er Mitglied im Johannisverein (einem Vorläufer des heutigen Diakonischen Werks der evangelischen Kirche) und der Jüdischen Winterhilfe war, und zudem auch regelmäßig Verwandte und jüdische Bedürftige unterstützte.8 Im Ersten Weltkrieg hatte Benno Arnold vom 2. September 1915 bis zum 4. April 1919 als Landsturmmann beim Versorgungsamt München (2. Infanterie-Regiment) gedient.9

Im Laufe der Zeit erwarben die Familien Kahn und Arnold auch 80 Prozent einer anderen bedeutenden Textilfabrik in Augsburg, der „Neuen Augsburger Kattunfabrik (NAK)”.10 Das Unternehmen war selbst während der Weltwirtschaftskrise nicht vom Konkurs bedroht und hatte noch fast 1.000 Mitarbeiter.11 1938 wurden die Familien Kahn und Arnold im Zuge der „Arisierung“, also der Enteignung der Juden, gezwungen, ihre NAK-Anteile zu verkaufen. Der Preis dafür wurde durch neue NAK-Aktien beglichen, die aber, so ordnete das Reichswirtschaftsministerium an, sogleich wieder verkauft werden mussten, um davon Reichsanleihen zu erwerben, welche bis zum Kriegsende gesperrt waren. Die „Spinnerei und Weberei am Sparrenlech Kahn und Arnold” wurde ein Zweig der „Neuen Augsburger Kattunfabrik”.12 Nach dem verlorenen Krieg hatte das Dritte Reich aber aufgehört zu existieren. Die „Schwäbische Landeszeitung“ zog nach dem Krieg deshalb das Fazit: „Durch diese Auflagen hatten die Familien Kahn und Arnold für die Anlagen ihrer Spinnweberei also nichts bekommen.“13

Damals wohnten die Chefs großer Unternehmer gerne in der Nähe ihrer Betriebe; Benno Arnold war keine Ausnahme. Er lebte mit seiner Frau Anna (1882–1942), einer Tochter von Firmen-Mitbegründer Aron Kahn und seiner Frau Flora, geborene Farnbacher (1852–1898), in der Remboldstraße 1.14

Benno Arnolds Wirken beschränkte sich nicht auf die Firma und auf die jüdische Gemeinde, deren 2. Vorsitzender er seit 1930 war.15 Vom gleichen Jahr an gehört er für die Demokratisch-Wirtschaftliche Vereinigung dem Augsburger Stadtrat als Abgeordneter an. Vor 1933 sei er dem damaligen Oberbürgermeister ein wertvoller Berater bei finanziellen sowie wirtschaftlichen Fragen gewesen, schreibt Else Eckert.

Else (Elisabeth) Eckert, geborene Kahn (1898 Augsburg – 1978 New York), war die jüngste Schwester von Benno Arnolds Frau Anna Arnold, geborene Kahn. Else Kahn war mit den Arnolds bis zu deren Deportation am 12. August 1942 eng verbunden. Sie selbst musste vom 21. Juli 1942 bis zum 10. Januar 1944 in der Ballonfabrik Augsburg Zwangsarbeit leisten und wurde am 13. Januar 1944 nach Theresienstadt deportiert. Sie erlebte die Befreiung des Lagers im Frühjahr 1945 und kehrte anschließend zu ihrer Tochter nach Augsburg zurück. Mit ihrer Tochter Eva wanderte sie 1948 nach New York aus. Sie verstarb dort im August 1978.16

Das NS-Regime betrieb seit seinem Machtantritt am 30. Januar 1933 mit immer neuen Maßnahmen und Gesetzen die Vertreibung von Juden aus dem öffentlichen Leben.17 Sie wurden aus Vereinen, Verbänden und dem gesamten öffentlichen Leben ausgeschlossen.18 Früh begann auch die massive Verdrängung von Juden aus der Wirtschaft. Der jahrelang geschürte Konkurrenzneid des gewerblichen Mittelstandes entlud sich in wilden Aktionen gegen jüdische Geschäftsleute. Im Zusammenhang mit der reichsweit zum 1. April 1933 ausgerufenen Aktion zur „Abwehr gegen die Greuelpropaganda im Ausland“ listete der nationalsozialistische Augsburger Lokalanzeiger 43 jüdische Firmen auf, die boykottiert werden sollten.19 Bewaffnete SA-Posten hinderten Kunden am Betreten der Geschäfte, Rechtsanwaltskanzleien und Arztpraxen. Auch nach Beendigung der Aktion wirkten die Parole „Deutsche, kauft nicht bei Juden!“ sowie „Wenn Du ein guter Deutscher bist, kauf nicht beim Jud, kauf nur beim Christ!“ weiter. Und zwar so effektiv, dass sich nichtjüdische Inhaber von Firmen dazu gezwungen sahen, ihre „christliche“ Herkunft in Anzeigen hervorzuheben, um nicht ebenfalls geschädigt zu werden. Hetzartikel und Diffamierungen schürten den schleichenden Boykott jüdischer Firmen.20

Benno Arnold und seine Frau Anna besaßen ein Haus am Ufer des Ammersees, das sie in diesen für Juden so schwierigen Zeiten auch ihren Freunden zur Verfügung stellten. Else Eckert erinnerte sich: „Mit seiner Lebensgefährtin führte er ein Haus, das offen war für seine Familie und einen großen Freundeskreis, […] ein Landhaus, das gastlich den Freunden offenstand. In einer Zeit, in der für Juden der Aufenthalt in Gaststäten, ja auch in der Natur, kaum mehr möglich war, bildeten das Haus und das Ufer an dem See und der See selbst den sonntäglichen und oft längeren Aufenthalt der eng zusammengeschlossenen Freunde. Benno Arnold war ein großzügiger Mensch und ein großartiger Freund; er und seine feinsinnige Frau machten diese Stätte zu einem Zufluchtsort für seine Familie und seine Freunde.“21

Man leistete auch umfangreiche praktische Hilfe: In einer Vermögenserklärung vom 1. März 1940 gibt Benno Arnold an, dass er im Jahr 1939 insgesamt 4.400 Reichsmark an die Jüdische Winterhilfe gespendet hat.22 Die Jüdische Winterhilfe unterstützte die aus der öffentlichen Wohlfahrtshilfe ausgeschlossenen Juden mit Kleider- und Lebensmittelspenden; die Organisation und Verteilung erfolgte in der Synagoge. Noch im Jahr 1937 plante die Kultusgemeinde die Errichtung einer Turnhalle, die Eröffnung einer Gaststätte sowie die Errichtung eines Altersheims – ein Indiz dafür, dass viele Juden bis zuletzt noch an eine Zukunft im nationalsozialistischen Deutschland glaubten. Zwar wurde diese Gaststätte nie genehmigt, indes konnte das Altersheim, dessen Einrichtung und Leitung Benno Arnold anvertraut worden war, Ende 1937 dank einer großzügigen Stiftung der Brüder Otto und Oskar Heymann realisiert werden. Die Gemeinde wurde als Universalerbin eingesetzt, und nach dem Tod der Brüder erhielt sie das an der Maximilianstraße gelegene Patrizierhaus. Jedoch verbot die Gauleitung die Übertragung mit der Begründung, dass in dieser Fest- und Aufmarschstraße kein Haus mehr an Juden überschrieben werden dürfe – Juden war das Hissen der Hakenkreuzfahne aufgrund der am 15. September 1935 in Kraft getretenen „Nürnberger Gesetze“ nicht erlaubt. Nach einem Grundstückstausch mit der Frohsinnstraße 21 fanden dort 32 ältere Menschen jüdischen Glaubens Aufnahme. Fotos zeigen, wie liebevoll Benno Arnold es trotz der für die Juden so schweren Zeiten mit gediegenen alten Möbeln, Tafelsilber und wertvollem Porzellan hatte ausstatten lassen. Vermutlich stammte ein Teil der Möbel aus dem Privatbesitz von jüdischen Augsburgern. Der Präsident der Jüdischen Gemeinden in Deutschland, Alfred Neumayer, nannte es bei der Einweihung 1937 vorbildlich.23

Der nationalsozialistische Staat wartete schon mit einer ganzen Reihe neuer Gesetze auf, die dazu bestimmt waren, den Juden die wirtschaftliche Existenz zu rauben und weitere Rechte einzuschränken. Die Kennzeichnung der Reisepässe24 und die am 17. August 1938 verordneten Zwangsvornamen Israel und Sara25 stellten eine weitere Stufe der Eskalation dar.26

Das Novemberpogrom 1938 wurde zum Fanal für die Juden in Deutschland. Dr. Eugen Strauss, seit Beginn der dreißiger Jahre Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde, konnte im Sommer 1939 aus dem nationalsozialistischen Deutschland nach England auswandern. Benno Arnold, bis dahin sein Stellvertreter, übernahm das Amt. Sein Stellvertreter wurde Ludwig Friedmann (1880–1943), ein sehr angesehener Textilfabrikant.

Die etwa 400 in Augsburg verbliebenen Juden sahen sich von Tag zu Tag größeren Drangsalierungen ausgesetzt. Viele von ihnen wurden nach der Aufhebung des Mieterschutzes im Frühjahr 193927 in sogenannte „Judenhäuser“ oder in ein Barackenlager in der Geisbergstraße 14 einquartiert; ihre Wohnungen gingen an „arische Volksgenossen“. Vielfach mussten sich ganze Familien mit einem Zimmer begnügen. Selbst in den unversehrt gebliebenen Räumen der Synagoge mussten nun zahlreiche Juden leben. Und immer war in der sich von Tag zu Tag verschlechternden Situation Benno Arnold gefordert. Else Eckert erinnerte sich: „In diesem Zusammenhang versuchte Benno Arnold auch dauernd kleinere und größere Unstimmigkeiten der eng aufeinander gepferchten Familien zu schlichten.“28 Aber das sind längst noch nicht alle Probleme, denen sich der erste Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde gegenübersah: Das Regime ordnete als Reaktion auf das Attentat auf Ernst vom Rath am 15. November 1938 an, dass jüdische Kinder keine öffentlichen Schulen mehr besuchen dürfen, da es „[n]ach der ruchlosen Mordtat von Paris […] keinem deutschen Lehrer […] mehr zugemutet werden [kann], an jüdische Schulkinder Unterricht zu erteilen“ und weil „es für deutsche Schüler unerträglich ist, mit Juden in einem Klassenraum zu sitzen.“29 Für sie musste der Unterricht organisiert werden.

1941 begannen die Deportationen in den Osten. Augsburg diente als Sammelplatz für die schwäbischen Landgemeinden. Auch für diese Menschen musste gesorgt werden. Um der bevorstehenden Deportation zu entgehen, begingen manche Gemeindemitglieder Selbstmord. Else Eckert schrieb dazu: „Während dieser ganzen Zeit hatte er [Benno Arnold] persönliche Sorgen. Sein Bruder und Mitgeschäftsinhaber Arthur Arnold wurde zweimal verhaftet und eingesperrt; das zweitemal [sic] kam seine Asche aus Dachau!“30 Arthur Arnolds Frau Grete (geboren 1889), geborene Landauer, setzte ihrem Leben im Juli 1941 selbst ein Ende. Benno Arnold und seine Frau Anna wurden am 12. August 1942 nach Theresienstadt deportiert. Es handelte sich um einen Transport mit insgesamt 45 Personen vom Abgangsort München nach Theresienstadt (Transportbezeichnung II/24). Dort mussten sie in der Badhausgasse 19, Komplex O3 Quartier beziehen.31 Anna Arnold hatte sich im Dezember 1941 noch einer schweren Operation unterziehen müssen. Am 10. September 1942 starb sie in Theresienstadt. Else Eckert wurde am 13. Januar 1944 ebenfalls nach Theresienstadt deportiert. Sie begegnete dort ihrem Schwager Benno. Er sei halbverhungert und so abgemagert gewesen, dass sie ihn kaum wiedererkannte.32 Er starb am 3. März 1944.33

Dies ist ein Auszug aus der Biografie, die Georg Walther im Wintersemester 2013/2014 an der Universität Augsburg erarbeitet hat. Georg Walther nahm am Proseminar „Nationalsozialismus in Augsburg. Verfolgungsgeschichte im Spiegel von Lebensgeschichten Augsburger Juden“ von Dr. Benigna Schönhagen am Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Volkskunde teil.

  1. StadtAA, FB Benno Arnold, 21.11.1876.
  2. Siehe Eintrag zur Schule im Augsburger Stadtlexikon: http://www.stadtlexikon-augsburg.de/index.php?id=114&tx_ttnews[tt_news]=4992&tx_ttnews[backPid]=129&cHash=7e1609f3c9 (aufgerufen am 10.06.2015).
  3. StadtAA, FB Benno Arnold, 21.11.1876.
  4. StadtAA, FB Benno Arnold, 21.11.1876. Zur Geschichte der „Spinnerei und Weberei am Sparrenlech” zwischen der Provinostraße und der Prinzstraße siehe auch: Augsburger Allgemeine, Nr. 216 (18.09.2013) – „Nur Bilder bleiben“: http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Nur-Bilder-bleiben-id27050377.html (aufgerufen am 11.06.2015); Winfried Nerdinger, Bauten erinnern. Augsburg in der NS-Zeit (Schriften des Architekturmuseums Schwaben, Band 10), Berlin 2012, S. 183; Gernot Römer, Schwäbische Juden. Leben und Leistung aus zwei Jahrhunderten in Selbstzeugnissen, Berichten und Bildern, Augsburg 1990, S. 105-108; zur Architektur der Gebäude: Karl Ganser, Industriekultur in Augsburg. Pioniere und Fabrikschlösser, Augsburg 2010, S. 94; zur Größe der Firma nach der Zahl der Arbeiter: Claus-Peter Clasen, Streikgeschichten. Die Augsburger Textilarbeiterstreiks 1868-1934 (Veröffentlichungen der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft, Reihe 1: Studien zur Geschichte des bayerischen Schwaben, Band 38), Augsburg 2008, vor allem S. 5, 253 sowie 259. Vgl. Augsburger Allgemeine, Nr. 216 (18.09.2013) – „Nur Bilder bleiben“: http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Nur-Bilder-bleiben-id27050377.html (aufgerufen am 11.06.2015).
  5. Römer, 1990, S. 107.
  6. Ebd.
  7. Henry Waterman, zitiert nach Gernot Römer, Bewährt im Untergang – Benno Arnold und das Ende der jüdischen Gemeinde, in: Benigna Schönhagen u.a. (Hg.), Die Augsburger Synagoge – ein Bauwerk und seine Geschichte, Augsburg 2010, S. 78.
  8. StAA, FA Augsburg-Stadt F 892 sowie StadtAA, FB Benno Arnold, 21.11.1876.
  9. StadtAA, FB Benno Arnold, 21.11.1876.
  10. Römer, 2010, S. 78.
  11. Augsburger Allgemeine, Nr. 216 (18.09.2013) – „Nur Bilder bleiben“: http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Nur-Bilder-bleiben-id27050377.html.
  12. Für eine Rekonstruktion der Ereignisse durch die amerikanische Besatzungsregierung siehe StAA, Bayerische Landesverwaltung für Vermögensverwaltung und Wiedergutmachung (BLVW) Augsburg – Nr. 464.
  13. Schwäbische Landeszeitung, zitiert nach: Römer, 2010, S. 78. Siehe auch: Augsburger Allgemeine, Nr. 216 (18.09.2013) – „Nur Bilder bleiben“: http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Nur-Bilder-bleiben-id27050377.html (aufgerufen am 10.06.2015).
  14. StadtAA, FB Benno Arnold, 21.11.1876.
  15. Römer, 2010, S. 79.
  16. Vgl. http://www.datenmatrix.de/projekte/hdbg/spurensuche/content/pop-up-biografien-kahn_elisabeth.htm (aufgerufen am 10.06.2015); Gernot Römer (Hg.), „An meine Gemeinde in der Zerstreuungʺ. Die Rundbriefe des Augsburger Rabbiners Ernst Jacob 1941-1949 (Materialien zur Geschichte des Bayerischen Schwaben, Band 29), Augsburg 2007, S. 206.
  17. Eine kompakte Aufstellung der wichtigsten Gesetze, mit deren Hilfe die Nationalsozialisten systematisch versuchten, die jüdische Bevölkerung aus dem öffentlichen Leben zu vertreiben, findet sich bei: Gernot Römer, Die Austreibung der Juden aus Schwaben. Schicksale nach 1933 in Berichten, Dokumenten, Zahlen und Bildern, Augsburg 1987, S.8-11. Für eine Übersicht aller gesetzlichen Maßnahmen gegen Juden im Dritten Reich siehe Joseph Walk (Hg.), Das Sonderrecht für die Juden im NS-Staat. Eine Sammlung der gesetzlichen Maßnahmen und Richtlinien – Inhalt und Bedeutung, 2. Auflage, Heidelberg 1996.
  18. Gernot Römer, Der Leidensweg der Juden in Schwaben. Schicksale von 1933 bis 1945 in Berichten, Dokumenten und Zahlen, Augsburg 1983, S. 31-32.
  19. StadtAA, Boykottaufruf der NSDAP-Kreisleitung für Augsburg, 31. März 1933.
  20. Benigna Schönhagen, Die zweite jüdische Gemeinde von Augsburg 1861-1945, in: Michael Brenner, Sabine Ullmann (Hg.), Die Juden in Schwaben (Studien zur Jüdischen Geschichte und Kultur in Bayern, Band 6), München 2013, S. 238-239.
  21. Else Eckert, zitiert nach Römer, 2010, S. 78.
  22. StAA, FA Augsburg-Stadt F 892.
  23. Römer, 1983, S. 32; Römer, 2010, S. 79f; Schönhagen, 2013, S. 245-246.
  24. Durchführungsverordnung zur Verordnung über Reisepässe von Juden; Behandlung der eingereichten Reisepässe vom 05.10.1938, in: Walk (Hg.), 1996, S. 244.
  25. Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Änderung von Familien und Vornamen vom 17.08.1938, in: Walk (Hg.), 1996, S. 237.
  26. StAA, FA Augsburg-Stadt F 892. Auf dem Dokument hat Benno Arnold bereits mit „Benno Israel Arnold“ unterschrieben. Das war am 8. Januar 1939.
  27. Gesetz über Mietverhältnisse mit Juden vom 30.04.1939, in: Walk (Hg.), 1996, S. 292.
  28. Römer, 2010, S. 81.
  29. Runderlass des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung vom 15.11.1938, in: Walk (Hg.), 1996, S. 256.
  30. Else Eckert, zitiert nach Römer, 2010, S. 81.
  31. Vgl. Alfred Gottwaldt und Diana Schulle, Die „Judendeportationen“ aus dem Deutschen Reich 1941–1945 – eine kommentierte Chronologie, Wiesbaden 2005, S. 451; http://www.statistik-des-holocaust.de/II24-2.jpg (aufgerufen am 10.06.2015).
  32. Römer, 2010, S. 81.
  33. Römer, 2010, S. 81 und StAA, AG Augsburg NA 638/1945.

Staatsarchiv Augsburg (StAA):
Amtsgericht Augsburg (AG Augsburg)
– AG Augsburg NA 638/1945

Finanzamt Augsburg-Stadt (FA
Augsburg-Stadt)
– FA Augsburg-Stadt F 3753 – FA
Augsburg-Stadt F 892

Stadtarchiv Augsburg (StadtAA):
Familienbogen (FB):
– FB Benno Arnold, 21.11.1876

Claus-Peter Clasen, Streikgeschichten. Die Augsburger Textilarbeiterstreiks 1868-1934 (Veröffentlichungen der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft, Reihe 1: Studien zur Geschichte des bayerischen Schwaben, Band 38), Augsburg 2008.

Karl Ganser, Industriekultur in Augsburg. Pioniere und Fabrikschlösser, Augsburg 2010.

Alfred Gottwaldt, Diana Schulle, Die „Judendeportationen“ aus dem Deutschen Reich 1941-1945 – eine kommentierte Chronologie, Wiesbaden 2005.

Winfried Nerdinger, Bauten erinnern. Augsburg in der NS-Zeit (Schriften des Architektur-museums Schwaben, Band 10), Berlin 2012.

Gernot Römer, Der Leidensweg der Juden in Schwaben. Schicksale von 1933 bis 1945 in Berichten, Dokumenten und Zahlen, Augsburg 1983.

Gernot Römer, Die Austreibung der Juden aus Schwaben. Schicksale nach 1933 in Berichten, Dokumenten, Zahlen und Bildern, Augsburg 1987.

Gernot Römer, Schwäbische Juden. Leben und Leistungen aus zwei Jahrhunderten, Augsburg 1990.

Gernot Römer (Hg.), „An meine Gemeinde in der Zerstreuung“. Die Rundbriefe des Augsburger Rabbiners Ernst Jacob 1941-1949 (Materialien zur Geschichte des Bayerischen Schwaben, Band 29), Augsburg 2007.

Gernot Römer, Bewährt im Untergang – Benno Arnold und das Ende der jüdischen Gemeinde, in: Benigna Schönhagen, u.a. (Hg.), Die Augsburger Synagoge – ein Bauwerk und seine Geschichte, Augsburg 2010, S. 77-81.

Benigna Schönhagen, Die zweite jüdische Gemeinde von Augsburg 1861-1945, in: Michael Brenner, Sabine Ullmann (Hg.), Die Juden in Schwaben (Studien zur Jüdischen Geschichte und Kultur in Bayern, Band 6), München 2013, S. 225-249.

Joseph Walk, Das Sonderrecht für die Juden im NS-Staat. Eine Sammlung der gesetzlichen Maßnahmen und Richtlinien – Inhalt und Bedeutung (Uni-Taschenbücher, Band 1889: Geistes- und Sozialwissenschaften), Heidelberg 1996.